Der Winterdienst bemühte sich wieder, Straßen und Gehwege möglichst passierbar zu machen, wenn das auch nicht überall gleich gut glückte. Viele Bernauer kritisierten auch gestern die Entscheidung der Stadt, kein Salz auf den Straßen und Gehwegen in ihrer Trägerschaft zu streuen.
„Wie kann man in Bernau festlegen, dass kein Salz gestreut werden darf?“, fragt eine Leserin per Mail die Redaktion. „Man hätte doch aus dem letzten Winter lernen müssen und bei einer außergewöhnlichen Lage die getroffenen Entscheidungen rückgängig machen können“, findet sie. „Muss erst ein schlimmer Unfall geschehen, ehe gehandelt wird?“, so die Leserin weiter, die hofft, dass ihre Ausführungen ein „Denkanstoß für die Verantwortlichen von Bernau“ sind.
„Wir haben damals die Stadtverordneten eingeladen, mal eine Tour mit uns zu fahren, damit sie sich mal vor Ort ein Bild machen können“, erinnert sich Bauhof-Mitarbeiter Danny Ebel. „Gekommen ist kein einziger“, bedauert er.
Auf den Autobahnen im Schutzbereich Barnim krachte es aufgrund der Witterungsverhältnisse bis Freitagnachmittag sieben Mal. Elf Unfälle aufgrund glatter Fahrbahnen verzeichnete die Polizei auf den übrigen Straßen im Barnim. Das sei nicht wesentlich viel mehr als bei normaler Wetterlage, erklärte Ulf Gottschling von der Bernauer Polizei auf Nachfrage der MOZ. „Der erste Schnee ist immer am schlimmsten, weil dann die Autofahrer offenbar vergessen, dass es glatt ist. Mittlerweile hat sich das ein wenig eingepegelt.“ Alle Unfälle gingen glimpflich aus, es blieb bei Blechschäden.