Unlängst kamen die Hecken-Stecklingen in die Erde, nunmehr sind sechs Stellplätze markiert, bestätigte Ortsteilbürgermeister Hans-Joachim Auge jetzt der MOZ. "Im kommenden Jahr installieren wir die Service-Säule und eine abflusslose Grube, denn das umweltgerechte Entsorgen von Abwasser muss ebenfalls an einem Wohnmobil-Standort möglich sein", so Auge, der als Ideengeber des Stellplatzes gilt.
Wie er berichtete, gebe es in seinem privaten Umfeld Wohnmobilfahrer, und die würden öfter von Problemen berichten, einen geeigneten Stellplatz zu finden. "Auf Parkplätzen sollen die Fahrzeuge ja nicht stehen, Campingplätze erfordern gleich wieder größere Ausgaben."
Ziel der Prendener sei es daher nicht, ein Dauerstell- oder Campingplatz für Wohnmobile zu etablieren. "Wer mal zwei-drei Tage in unserer schönen Natur wandern möchte, kann hier rasten und sich versorgen. Natürlich sollen die Kosten für Strom, Trinkwasser und Abwasser nicht von der Gemeinde gefördert werden, das System muss sich selbst tragen, um die Ausgaben zu refinanzieren." Die Bewirtschaftung möchten die Initiatoren durch ehrenamtliche Mitarbeitabsichern.
Die Idee passe laut Auge prima ins Tourismuskonzept der Gemeinde. Zumal in absehbarer Zeit ein Trimm-Dich-Pfad zwischen Ützdorf und Prenden entstehen könnte. Ist der Platz dann nutzungsbereit, will der Ortsteil in einschlägigen touristischen Nachschlagewerken werben, die ADAC-Karte für Wohnmobile gehört dazu.