Das ist den Arbeiten anzumerken, wie beim "Holzobjekt", einem leicht gedrehten Aprikosenstamm, bei dem sie Struktur, Wuchs, Rinde und auch die Narben im Holz herausarbeitete. "Ich habe dann auch Respekt vor solch einem Stück Holz, das so lange gewachsen ist", teilte sie ihre Sicht auf die Dinge mit. Silvia Hurzlmeier aus Regensburg, die bei Petra Löfflad mit abstrakten Arbeiten aus verschiedenen Materialien ausstellt, liebt an Petra Löfflad, was sie aus den Holzarbeiten herausbringt. "Sie lässt das Holz Holz sein und holt das Schöne aus ihm hervor." Genauso versteht sie aber auch dem Holz ihren eigenen Stempel aufzudrücken wie etwa der Büste "Nach innen blickend".
Die Liebe zum Holz kommt auch von ihrem Urgroßvater, der Holzbildhauer war, schildert die Ex-Kölnerin. Sie lebt seit 2007 in Wandlitz und ist froh, dass sie dort ein Grundstück gefunden hat, wo es Platz zum Arbeiten gibt. Es war wohl auch ein bisschen Abenteuer, meint sie zurückblickend. "Aber in Nordrhein-Westfalen findet man kaum ein Grundstück auf dem man nicht die Autobahn hört", sagt die Frau, die offenbar schon gut in Wandlitz angekommen ist.
So schätzt Detlev Reinhardt, der in ihrem Atelier eigene Fotoarbeiten ausstellt, dass sie bei der AWO mit dem Kreativzirkel zusammenarbeitet. Den Tag des offenen Ateliers werde er auch noch nutzen, um bei der Glaskünstlerin Annelie Grund vorbeizuschauen. "Die Arbeiten von Frau Löfflad gefallen mir gut, besonders auch die Schnitzkunst, mit der sie relativ spät angefangen habe.
Petra Löfflad hat anfänglich Kunst studiert, wechselte aber in die Psychologie, blieb in diesem Fach und hat erst in Wandlitz wieder zur Kunst gefunden. "Das war eine richtige Wende in meinem Leben." Sie habe es nicht bereut, wozu auch die wunderschöne Natur der Region beitrage.