Zum Geburtstag putzen sich die alten Busse, die es bereits auf eine Laufleistung von 850 000 Kilometern gebracht haben, noch mal richtig raus. Zumindest vier. Diese werden für die Party, die um 10 Uhr auf dem Eberswalder Marktplatz steigt, speziell gestaltet. Und zwar zu den Themen Lesezauber, Filmfest sowie Energiespeicher. Auf dem vierten Obus können sich die Eberswalder per Grußbotschaft verewigen und so der alten Flotte symbolisch Ade sagen.
Zudem lüftet die BBG-Geschäftsführung am 21. August ein Geheimnis. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Wochen für das Obus-Maskottchen einen Namen gesucht. Etwa 80 Kunden haben Vorschläge eingereicht. Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Verraten wird allerdings noch nichts. Unter allen Einsendungen verlost Fortuna dann einen Gewinner, der sich über eine Jahreskarte für den Obus freuen darf.
Nicht nur auf dem Marktplatz dreht sich zum 70. alles um den Obus. Die BBG öffnet auch ihre Werkhallen am Betriebssitz in Nordend an der Poratzstraße. Ab 9 Uhr können dort Technikinteressierte einen Blick hinter die Kulissen werfen. So erfahren sie beispielsweise live, wie und wo die Busse repariert und gewaschen werden.
Doch: Was wäre eine Feier ohne Busfahrt? Die BBG und der Denkmalpflegeverein Nahverkehr Berlin richten zum Jubiläum einen Sondershuttle mit historischen Fahrzeugen ein. Die Oldtimer verkehren zwischen Nordend und Brandenburgischem Viertel sowie zwischen Marktplatz und Ostende. Es gilt ein Sondertarif.
Mit 70 Jahren Obus ist Eberswalde übrigens die älteste Obus-Stadt Deutschlands. Und schon haben die Barnimer das 100. im Visier. Dank Modernisierung der Flotte. Am 6. November wird das erste Exemplar der neuen Generation in Eberswalde offiziell begrüßt. Weitere zwei sollen bis zum Jahresende folgen. Bei der polnischen Herstellerfirma Solaris Bus & Coach läuft die Produktion längst auf Hochtouren. Die Fahrzeugbauer sollen sehr gut im Zeitplan liegen, heißt es aus der Geschäftsführung. Knapp zehn Millionen Euro investiert die BBG in die neue Flotte.