Walter Liese ist inzwischen selbst 91 Jahre alt. Doch er lässt es sich nicht nehmen, zum 125. Geburtstag des Internationalen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten, kurz IUFRO, nach Eberswalde zu kommen. Denn Walter Liese war einst selbst, von 1977 bis 1981, Präsident des Verbandes, der im August 1892 in Eberswalde gegründet worden ist. Gründer war eben jener Danckelmann, dessen Statue Lieses Vater vor der Zerstörung retten sollte.
Mittlerweile umfasst der IUFRO deutlich mehr als 15 000 Wissenschaftler aus mehr als 120 Ländern. "Wir haben ein globales Netzwerk, ein äußerst einflussreiches Netzwerk", sagt der derzeitige Präsident Mike Wingfield in seinem Grußwort in der Aula der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE).
Drei der Mitgliedsorganisationen haben zur kleinen Jubiläumsfeier in den Barnim geladen: das Thünen-Institut für Waldökosysteme, das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde und die HNE. Rund 50 Gäste aus so fernen Ländern wie Südafrika und Australien sind der Einladung gefolgt.
Sie verfolgen nicht nur einen Vortrag von HNE-Professor Peter Spathelf zur Eberswalder Forstforschungs- und Hochschul-Geschichte. Sie begeben sich anschließend auch hinaus zur Bernhard-Danckelmann-Statue vor dem Stadtcampus, um den IUFRO-Gründer zu ehren - und um an Johannes Liese zu erinnern, den einstigen Retter des Denkmals.