188974
Für Fabian Maasberg aus Angermünde, der mit Mutti Andrea Maasberg nach Eberswalde gekommen war, steht schon fest, dass er mit Beginn des neuen Schuljahres ans Berufliche Gymnasium wechseln wird. Zurzeit absolviert er die zehnte Klasse an der Ehm-Welk-Schule Angermünde. "Ich möchte Bankkaufmann werden", verriet er. Die 16-jährige Julia Klockow aus Eberswalde interessiert sich mehr für die Fachrichtung Sozialwesen. "Nach dem Abitur würde ich mich gern zur Physiotherapeutin ausbilden lassen", erklärte sie. Paul Viehstädt aus Zepernick hingegen ist sich über seinen beruflichen Werdegang noch nicht ganz so schlüssig. Der 19-Jährige ist Schüler der 11. Klasse am Beruflichen Gymnasium und interessiert sich vor allem für Technik. "Es waren schon viele Besucher da und haben ihre Fragen gestellt", sagte er. Am Sonnabend konnte er unter anderem den Umgang mit den interaktiven Tafeln, über die jeder Klassenraum verfügt, erklären. Damit lässt sich selbst der Stundenplan übers Internet abfragen. Ausreden, über etwaige Änderungen nicht Bescheid gewusst zu haben, sind nicht mehr möglich.
Der Physikraum wartete mit verschiedenen Versuchen auf. "Die können die Besucher selbst ausführen, von der Reihenschaltung bis zur Spannungsmessung", so Studienrat Gerhard Prüfig. Schwerpunkte seines Fachbereiches sind Physik, Kommunikation, Technik und Elektrotechnik. "Der Vorteil ist, dass Schüler, die Ingenieurwissenschaften, Informatik oder Physik studieren wollen, mit guten Grundkenntnissen an Hochschulen und Universitäten gehen", so Gerhard Prüfig.
Bei Musik- und Englischlehrer André Haase wurde fleißig gesungen und gespielt. Schüler der 13. Klasse boten kleine Ausschnitte ihres Könnens. "Das Erlernen des Keyboardspielens ist bei uns Pflicht. Unser Musikunterricht lässt sich sehr gut mit anderen Fächern verbinden", weiß er aus langjähriger Erfahrung.
Drei Schwerpunkte bietet das Berufliche Gymnasium in seiner Abiturausbildung an. Im Bereich Wirtschaft stehen Wirtschaftswissenschaften im Mittelpunkt, die gute Voraussetzungen für BWL oder Jurastudium bieten. Der Schwerpunkt Technik ist auf Elektrotechnik auf erhöhtem Anforderungsniveau ausgerichtet, der Schwerpunkt Sozialwesen auf Psychologie.
Aus der Taufe gehoben wurde das Berufliche Gymnasium 1991 in Britz. 1994 folgte auf Beschluss des Kreistages der Umzug an die Puschkinstraße in Eberswalde, 1998 an die Kyritzer Straße. Seit Sommer vergangenen Jahres gehört die Bildungsstätte zum Schulcampus Finow.
"Die Bewerbungsunterlagen für die künftige 11. Klasse müssen bis 1. März bei uns abgegeben werden. Am 4. März geht die Meldung ans Staatliche Schulamt", verweist Hartmut Lewerenz, Abteilungsleiter des beruflichen Gymnasiums.
Tag der offenen Tür: Familie Stürmer aus Bad Freienwalde interessierte sich für Präsentationen im Biologieraum. Sie gehörte zu den Besuchern des Beruflichen Gymnasiums im Oberstufenzentrum II.
BU BU BU BU BU BU BU BU BU BU BU BUFoto:
Am Freitag endet Bewerbungsfrist für Abiturausbildung nach 13 Schuljahren am Campus Finow