Nachdem am vergangenen Wochenende einschlägige Aufkleber einer rechtsextremen Partei auf die Fassade der Geschäftsstelle angeheftet worden waren, sind nun in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wieder einmal die Fensterscheiben offensichtlich mit einem Hammer traktiert worden. Zudem verklebten die Täter die Schlösser der Eingangstür und des Briefkastens.
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen, der Staatsschutz ist zudem eingeschaltet worden, wie eine Sprecherin bestätigte.
Am Pfingstmontag hatte es einen Anschlag mit Farbbeuteln und halb ausgebrüteten Eiern gegeben. Bereits Ende März waren die Scheiben des Büros mit 29 Hammerschlägen zerstört worden, wenig später ein Fahrradständer.
"Wir sind entsetzt, erschrocken, aber vor allem wütend. Fünf Anschläge auf unsere Geschäftsstelle in zweieinhalb Monaten. Hass und Aggressivität, die uns hier begegnen, machen uns sprachlos und traurig", sagte die Kreisvorsitzende der Linken, Susanne Schwanke-Lück. In Nauen sei seit Ende Januar ein Klima erzeugt worden, "in dem es scheinbar normal ist, die Geschäftsstelle einer demokratischen Partei gleich mehrfach anzugreifen, einem Verein, der sich um Kinder und Jugendliche kümmert, die Reifen seines Kleinbusses zu zerstören, Stadtverordnete einzuschüchtern, oder mit ausländerfeindlichen Parolen durch die Straßen unserer Stadt zu marschieren". Schwanke-Lücks Fazit: "Die Verantwortlichen für die Anschläge kennen wir nicht, die ,geistigen' Brandstifter schon."