Die Schau setzt sich kritisch mit der Residenzpflicht auseinander, der Reisebeschränkung für Asylsuchende auf einen Landkreis oder ein Bundesland. Besuchern werden neben der multimedialen Schau auch zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden geboten. Gefördert wird das Projekt von dem Lokalen Aktionsplan, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und dem AStA der Viadrina. Partner sind das Bundesfamilienministerium, der Verein Utopia und die Hochschulgruppe Die Linke.SDS.
„Invisible Borders“ entstand 2009 im Rahmen der Architektur-Diplomarbeit Philipp Kuebarts und wurde bisher unter anderem in Berlin und Zossen gezeigt. Die ursprüngliche Schau wurde im Januar dieses Jahres durch einen neonazistischen Brandanschlag auf das Zossener Haus der Demokratie zerstört. „Einige Studenten der Viadrina schlossen sich im Sommer dem Organisationsteam an und halfen, die Ausstellung wieder aufzubauen und zu erweitern“ , so Initiator Kuebart. „Es besteht ein Wust an Vorurteilen und Halbwissen“, sagt er. „Wir wollen in erster Linie Bürger informieren und zweitens Flüchtlingen und allen, die mit ihnen arbeiten, eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung bieten.“
Welche Auswirkungen die Residenzpflicht auf die psychische und physische Gesundheit haben kann, davon kann man sich als Besucher ein Bild machen. Der Alltag von Flüchtlingen wird durch Audio- und Videofeatures, Architekturmodelle sowie begehbare Installationen veranschaulicht.
„Ich fand die Ausstellung viel interessanter als einen theoretischen Artikel, den ich neulich zum Thema gelesen habe“ , resümiert die Besucherin Maren Goll nach der Eröffnung. Auch Julian Höbsch hat das Gefühl, „gut informiert“ zu sein.
Bis 24.10. im Gräfin-Dönhoff-Gebäude, ab 25. 10. bis 4. 11.im Auditorium Maximum. Das komplette Programm im Internet unter www.invisibleborderseuv.wordpress.com