Weil in diesem Jahr der Bus außer während des Stadtfestes immer fahren konnte, wird sogar mit einem neuen Fahrgastrekord gerechnet. "Wir steuern bis zum Jahresende 380000 Passagiere an", schätzt Kuke.
Dritter im Bunde bei der Finanzierung sind die Studenten der Europa-Universität. Der Allgemeine Studentische Ausschuss (AStA), von dem einst auch der entscheidende Impuls für die grenzüberschreitende Linie kam, hat erneut beschlossen, dass man 3,50 Euro je Student dafür überweist. Bei rund 6000 Studenten sind das um die 21000 Euro pro Jahr. Dafür können die Studenten den Bus im Rahmen ihres Semestertickets nutzen.
Auf Slubicer Seite war lange mit der Kommunalaufsicht um die Finanzierung gerungen worden, weil die Rechtslage im Nachbarland es Kommunen nicht gerade einfach macht, sich mit ihrem Haushalt an grenzüberschreitenden Projekten zu beteiligen. Der von der PiS-Partei gestellte Wojewode des Lebuser Landes, Wladyslaw Dajczak, gab jetzt jedoch wie schon seine Vorgänger grünes Licht und will dem Vernehmen nach in Kürze an einer Fahrt mit dem Bus teilnehmen.
Nach Informationen unserer Zeitung beteiligt sich Slubice mit umgerechnet knapp 30000 Euro an der Finanzierung. "Ein weiteres Drittel der Kosten trägt die Stadtverkehrsgesellschaft", erläuterte Kuke, ohne die genaue Zahl zu nennen.
Die grenzüberschreitende Linie besteht seit Dezember 1992 und wird demnächst fünf Jahre alt. Sie war eingerichtet worden, nachdem sich die Pläne für eine Straßenbahnverbindung als unrealisierbar erwiesen hatten.
RICHTIGSTELLUNG
Dass der AStA der Viadrina erneut eine weitere Finanzierung der Buslinie 983 beschlossen hat, ist laut AStA nicht der Fall. Dem AStA ist ein Vertragsentwurf zugegangen, welcher an das Studierendenparlament weitergeleitet wurde. Ein Beschluss wurde jedoch noch nicht gefasst. Zwar ist der AStA vertretungs- und zeichnungsberechtigt, der Vorsitzende des AStA Sebastian Pape möchte trotzdem ein Votum des StuPa über die weitere Finanzierung abwarten.