Das Positionspapier sieht den von der Landesregierung erarbeiteten Entwurf des Leitbildes für die 2019 geplante Reform sehr kritisch und verweist dabei vor allem auf die Art und Weise des "Dialogprozesses", der bislang kein Dialog war. Betont wird dabei, dass sich die beiden Kreisverbände nicht auf die Ablehnung des Leitbildes reduzieren. "Zentral ist und war für uns das Bemühen, eine Stärkung der Stadt Frankfurt im Zuge der Reform zu erreichen", erklärt Sandra Seifert, Vorsitzende des Kreisverbandes. "Wir haben uns weder auf eine reine Blockadehaltung noch auf eine Fokussierung der Frage des Titels - kreisfrei oder nicht - eingelassen. Maßstab unseres Agieren war und bleibt die Frage: Geht es unserer Stadt nach einer solchen Reform besser oder schlechter und was können wir dazu beitragen, dass es besser wird?" Diese Grundhaltung, so heißt es im Positionspapier, "kann jedoch nicht bedeuten, dass wir für die Region und für die Kreisverbände nachteilige Regelungen akzeptieren".
Natürlich wisse man um die Probleme der Stadt Frankfurt. Für diese gebe es aber nachweislich strukturelle Ursachen. "Solange wir nicht überzeugt davon sind, dass sich die Rahmenbedingungen durch eine Reform nachweislich verbessern, kämpfen wir für den Erhalt der Kreisfreiheit bzw. gegen eine Einkreisung." Die Kreisfreiheit schütze Stadt und Landkreis vor einer Verschlechterung ihrer Entwicklungschancen. Das vorliegende Leitbild sei für die Linken in Frankfurt und Oder-Spree in der jetzigen Fassung "nicht zustimmungsfähig".