Aufgrund der massiven Abnutzungen der neuen Bepflasterung an der neuen Haltestelle in der Magistrale werden die Steine wieder herausgeholt (MOZ berichtete). Sie hielten der Verkehrsbelastung nicht stand. Bereits nach der ersten Woche im August blieb der Reifenabrieb auf der Oberfläche haften und mehrere Steine des Pflasters sackten ab. Nun ist der Abschnitt in der Karl-Marx-Straße erneut für drei Wochen gesperrt, nur Busse dürfen durchfahren.
Pro Tag rollen 11 454 Autos, 235 Busse und 59 Lkw durch die Karl-Marx-Straße (Erhebung  der Stadt Frankfurt von 2016). Auf Nachfrage der MOZ, ob die Verkehrsbelastung mit in die Prüfung der Stadtplaner bei der Entscheidung für die Bepflasterung einbezogen worden seien, hieß es aus der Stadtverwaltung: Ja. "Die Erhebungen waren den Stadtplanern bekannt, sodass die Verkehrsbelegungszahlen in die Entscheidung eingeflossen sind", heißt es aus der Pressestelle.
Die Fahrbahn wurde als "örtliche Geschäftsstraße" in die Belastungsklasse 1,8 bis 10 eingestuft. Aus den Verkehrsdaten wurde auf dieser Skala die Belastungsklasse 3,2 errechnet. Mit den Daten im Koffer hatten sich die Stadtplaner mit Vertretern der zuständigen Betonfirma zusammengesetzt: Alle Zeichen standen auf Grün, die Steine wurden bewilligt. Trotzdem hielt der Belag der Verkehrsbelastung nicht stand. Nun werden beide Straßenseiten mit Schwarzdecke überzogen.