Angesichts der realsatirischen Züge, die das Thema birgt, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch der Stadtverband der Satirepartei Die Partei damit befasst. An diesem Sonnabend setzen seine Mitglieder nun ein Zeichen gegen Feinstaub. Auf der Leipziger Straße wollen die Partei-Mitglieder den Smog "in seine Schranken weisen". Und zwar "mit einfachen Mitteln, wie dem altbekannten Staubsaugermodell Vampyr, Besen und Staubtüchern". Geplant sei die Aktion an der Feinstaub-Messstation, "für messbaren Erfolg", heißt es in der Mitteilung.
"Es ist ein komplexes Thema, aber wir sehen ja schon an der Verkehrsplanung der Stadt, dass der Feinstaub nicht direkt bekämpft, sondern eher umgeleitet wird. Solange keine Autos an der Messstation vorbeifahren, werden auch keine Werte überschritten. Wir hauen mit unserer Aktion in die gleiche Kerbe und reduzieren den Feinstaub aktiv", erklärt der Die Partei-Vorsitzende Philipp Hennig.
Längerfristig wolle man sich auch für den Gebrauch alternativer Fortbewegungsmittel wie Bobbycars und Elektroautos sowie die Errichtung von Mooswänden einsetzen. Letzteres entlaste nicht nur die Umwelt, "sondern verbirgt auch stilsicher bröckelnde Fassaden und verschönert die in die Jahre gekommene Leipziger Straße."
Philipp Hennig erklärt das Engagement für ein feinstaub freies Frankfurt so: "Da die Grünen mittlerweile mehr damit beschäftigt sind, Wörter umzugestalten, springen wir gerne ein und helfen den Anwohnern und der Umwelt in Frankfurt, wieder auf einen gesunden grünen Zweig zu kommen."