Während draußen der Nebel in den Bäumen hing, schlüpfen zwölf Kinder des aktuellen Durchgangs am Dienstagvormittag in ihre Sport-Kleidung. Auf den kalten Courts neben dem Golfplatz will keiner spielen. Daher schickte DTB-Trainer Thorsten Cuba die Kinder in der Halle zum Aufwärmen los. Erst liefen sie Runden um einen der drei Plätze, stakten anschließend wie Störche über das Feld und hüpften. Nach Sprints mit Ball auf dem Schläger zum Netz und zurück begann dann das eigentliche Training mit Aufschlägen und lockerem Spiel.
"Ich bin das erste Mal hier und finde es gut", sagt Sebastian Kregielski aus Teltow. Er will sein Spiel verbessern. "Eine Woche ist sehr effektiv und ich habe schon viel gelernt", fügt der 13-Jährige an, der in zwei Berliner Vereinen spielt. Wie er sind weitere Kids, 11 bis 16 Jahre alt, von drei Tennisklubs der Hauptstadt dabei, aber auch Kinder, die aus Leipzig und Dresden angereist sind.
"Das ist unser 15. Camp", sagt Kai Simon. Mit seinem Team hat der gebürtige Bad Saarower, der in Berlin lebt, im Mai 2015 die Scharmützel Halle übernommen. Nach den Erfolgen der Tennis-Damen Sabine Lisicki und Angelique Kerber - von Graf und Becker spricht hier keiner mehr - sei die Nachfrage im Kinderbereich gestiegen. "Tennis ist längst nicht mehr elitär", sagt der 40-jährige Trainer und fügt stolz an, "auch Sabine und Angie sind oft hier, um auf dem modernen Belag in der Halle zu trainieren".
Zwischen drei und fünf Tagen dauern die FerienCamps,vier bis fünf Stunden wird trainiert, um Technik, Kondition und Kraft zu verbessern. Dazu gibt es andere Sport-Angebote wie Badminton sowie Verpflegung. Heute geht es zudem zur Petersdorfer Bobbahn, am Donnerstag folgt ein Lagerfeuer mit Nachtwanderung, ehe das Camp am Freitag mit einem Turnier endet. "Derzeit trainieren die Fortgeschrittenen, nächste Woche die Anfänger, darunter auch etliche Kinder aus Bad Saarow", sagt Simon und hat für den Kurs noch Plätze frei.
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