Das Amt Odervorland werde mit seinen 5700 Einwohnern das Jahr 2030 nicht mehr erleben, wohl nicht mal 2020, begann Stumm den Ausblick im Amtsausschuss in Briesen. Eine Einheitsgemeinde als Alternative zu entwickeln sieht er als kontraproduktiv, da man dann Frankfurt zugeordnet werde. "Berkenbrücker Bürger ins Rathaus nach Frankfurt zu schicken, ist ja keine gute Idee." Nun habe vor zwei Wochen die Enquete-Kommission im Land mögliche Ideen für die Kreisgebietsreform vorgestellt, wonach Oder-Spree Frankfurt zugeschlagen werden könnte. Wenn dagegen Märkisch Oderland (MOL), Oder-Spree und Frankfurt fusionieren, bliebe offen, wie die Kooperation in Richtung MOL laufen soll. "Freiwillig werden wir Oder-Spree sicher nicht verlassen wollen", so Stumm. Variante III sei der Blick in Richtung Müllrose. "Das Amt Schlaubetal hat aber über 10 000 Einwohner, eine Kooperation ist schwierig, wir wären eher fünftes Rad." Einzige Variante sehe er in LOS, wo Partnerschaften gefunden werden müssen, um eine gute Arbeit zu leisten. "Steinhöfel hat kein Interesse mit uns zu kooperieren, Fürstenwalde ist für Pillgramer zu weit weg und zu Rietz Neuendorf haben wir keine Kontakte", so Peter Stumm. Bei der Ämterfusion seien die Chancen überschaubar. "Irgendwo muss ja eine Verwaltung stehen, die für Leute erreichbar ist."
Wenn man sich einig sei, würde Stumm verstärkt in Richtung MOL schauen. "Passivität bringt gar nichts. Irgendwann wird sonst entschieden, werden wir nicht mal mehr gefragt, müssen vorab Kontakte haben."
Bezüglich der Zusammenarbeit innerhalb des Amtes bat er die Abgeordneten, sich Gedanken zu machen, auch zu Fusionen. "Wenn ausgelotet ist, wo es hingehen kann, werden wir es im Ausschuss weiter besprechen", fügte der Vize-Ausschussvorsitzende Gerd Schindler an. MOL biete einige Möglichkeiten. "Kreis Lebus waren wir ja schon mal."