"Die Schüler haben sich schon mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt beschäftigt und auch mit Naturmaterialien aus dem Exin gebastelt. Dass wir hier die Möglichkeit bekommen zu helfen, ist eine super Sache", sagte Lehrerin und AG-Leiterin Katja Vergin. "An der Wiese vorbeizugehen und sagen zu können, ,guckt mal, den Baum da hinten habe ich gepflanzt', das ist doch was", so Vergin weiter.
Ihre Schüler gingen unter der Anleitung von Rainer Märker denn auch eifrig ans Werk. Auf seine Frage, ob sie schon Erfahrung mit dem Pflanzen von Bäumen haben, bejahten dies einige. Doch sie mussten schnell erfahren, dass es mit der simplen Abfolge, ein Loch zu buddeln, den Baum in die Erde zu bringen, die Pflanzstelle wieder zu schließen und anschließend zu wässern, wie einige vermutet hatten, nicht getan war. Da auf der Zehdenicker Streuobstwiese künftig Schafe weiden sollen, bedürfe es etwa eines Schutzes für den Stamm, sonst würden sich die Tiere an der Rinde gütlich tun, erläuterte Märker ihnen. Auch um das Wurzelwerk wurde ein Drahtgitter gelegt. Ihm drohe ansonsten Gefahr durch Wühlmäuse. Und so brauchte es denn auch einige Zeit bis alle vier Bäume inklusive der zugehörigen Pfähle in der Erde waren.
Bei diesen ersten Gehölzen, die den Auftakt für die Neubepflanzung darstellen, handelte es sich um Apfelbäume der Sorten Goldparmäne und Jakob Lebel. Insgesamt 68 Obstbäume sollen einmal auf der Wiese stehen, sagte Märker. Apfelbäume werden dabei zwar einen großen Teil ausmachen, beileibe aber nicht die einzigen Obstgehölze sein. Auch Kirsch-, Pflaumen- sowie einige Birnenbäume werden noch gepflanzt.
Erst im Frühjahr war das Areal für sein neue Bestimmung als Streuobstwiese vorbereitet und beräumt worden. Zuvor befanden sich dort Kleingärten, die zum Teil bereits seit Jahren verlassen und verwildert waren. Das Evangelische Stift Kloster Zehdenick als Eigentümer des Grundstücks hatte die Flächenagentur Brandenburg für die Umsetzung und Finanzierung des Projektes gewinnen können. Die Agentur ist als Naturschutz-Dienstleister ein Partner für Investoren, Behörden, Landnutzer und den Naturschutz und hilft etwa bei der Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen für die Versiegelung von Flächen.