Das fabelhafte Baumdach über dem Friedensplatz hielt aber einiges ab. Eröffnet wurde der Sonnabend auf der von Eltern und Großeltern dicht umlagerten Bühne. Dort fanden aber nicht nur Stechlins Bürgermeister Wolfgang Kielblock und Wolfgang Schwericke vom Amt Gransee einige Worte. Ludger Weskamp staunte, dass er der erste Oberhavel-Landrat war, der zum Waldfest gekommen war. "Da hat mein Vorgänger was verpasst", sagte der SPD-Politiker, der später mit seinen Parteifreunden Benjamin Grimm und Patrick Krüger noch beim Volkstriathlon IronMenz in der Staffel startete.
Mit viel Liebe führten die Kinder der Kita Henriettes Schneckenhäuschen ein kleines Programm auf und zeigten stolz ein Transparent. "Auf dem Weg zur Naturparkkita", so verriet die Aufschrift, ist die Menzer Kindertagesstätte derzeit. Auch die Schüler beteiligten sich am vielfältigen Programm, unter anderem mit afrikanischen Trommelrhythmen und mit einem großen Chor - dem wohl größten, der jemals auf der Bühne des Menzer Waldfestes stand.
Gedränge herrschte auch ab 11 Uhr beim IronMenz, dem naturnahen Volkstriathlon. Der rund 200 Meter langen Schwimmeinheit im Roofensee folgten acht Kilometer per Rad um den See und durchs Gelände, ehe noch zwei Kilometer im Dauerlauf zu absolvieren waren.
Als Erster ins Ziel kam Ole Boßdorf, der mit Alexander Hundt und Konstantin Becker eine Staffel gebildet hatte. Besonders die Radstrecke sei "hart" gewesen, fand Becker. Spaß hat es den drei Berlinern trotzdem gemacht - im kommenden Jahr wollen sie im Einzel starten. Der Spaß stand wie immer im Vordergrund, und vom Menzer Publikum an der Strecke wurde jeder beklatscht, der den Weg ins Ziel schaffte - fast schien es, als ob die Letzten sich mehr freuten als die im Mittelfeld platzierten. Viel Applaus gab es auch für die einzige Kinderstaffel mit den zehnjährigen Rhea Knaak, Fritz Prieb und Paulina Hochmann.
Neben Trödel und Keramik konnten die Besucher auch einem Schmied beim Arbeiten zusehen, Olaf Hannemann aus Oranienburg. Aus kulinarischer Sicht wurde der Spanferkel-Stand umlagert, und am erstmalig aufgebauten Storch-Bier-Stand fanden sich Neugierige ein. Ob Hell oder Dunkel, Bitter oder Cascade - das Lychener Bier wird seit zwei Jahren im heimischen Keller von Henning Storch produziert.