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Anja Witzlack arbeitete 15 Jahre lang auf Kreuzfahrtschiffen / Jetzt führt sie den Ferienpark in Wendisch Rietz

Von Singapur zurück an den Scharmützelsee

Vor der Ferienhauskulisse in Wendisch Rietz: Geschäftsführerin Anja Witzlack
Vor der Ferienhauskulisse in Wendisch Rietz: Geschäftsführerin Anja Witzlack © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 16.02.2017, 19:03 Uhr
Dahmsdorf (MOZ) Zu Hause in ... lautet der Titel unserer Serie, in der Menschen aus der Region vorgestellt werden. Das können Frauen und Männer sein, die schon immer hier leben oder hier ihre Wahlheimat gefunden haben. Heute: Anja Witzlack aus Dahmsdorf.

Eineinhalb Jahrzehnte lang waren die Meere dieser Welt ihr Zuhause. Nun ist sie wieder da angekommen, wo sie aufgewachsen ist - und will dort auch Wurzeln schlagen. Seit ziemlich genau einem Jahr lebt Anja Witzlack wieder in Dahmsdorf. Dass sie dort sesshaft werden will, liegt auch an ihrer neuen beruflichen Aufgabe.

Vor Jahresfrist stieg sie als Geschäftsführerin in der Betriebsgesellschaft des Ferienparks Scharmützelsee in Wendisch Rietz ein. Seit Anfang Januar ist sie auch Gesellschafterin des Unternehmens, das sich um die Vermarktung von 137 Ferienhäusern mit mehr als 700 Betten kümmert. In dieser Rolle löste sie ihre Vorgänger Eckhard Wehder und Angelika Bartloff ab.

"Ich bin von der Seefahrerin zur Landratte geworden", sagt Anja Witzlack. Denn vor ihrer Rückkehr nach Dahmsdorf und Wendisch Rietz arbeitete sie 15 Jahre lang auf Aida-Kreuzfahrtschiffen. "Da gab es Sieben-Tage-Wochen, und nach Hause kam ich nur alle paar Monate", erzählt sie. "Entweder man mag so etwas oder nicht. Ich empfand es als tolles Leben." Als Generalmanagerin war sie in der Hierarchie auf den Schiffen zuletzt direkt unter dem Kapitän angesiedelt und zuständig für Unterhaltung, Essen, Trinken, Schlafen und Ausflüge, für eine vierstellige Zahl Gäste und bis zu 700 Mitarbeiter.

Von Stress spricht Anja Witzlack aber nicht, wenn sie vom Kreuzfahrtleben berichtet. "Während der Liegezeit in den Häfen konnte ich selbst Ausflüge machen." Sie saß in Cafés in Barcelona und Cannes, lag in der Karibik unter Palmen am Strand, besichtigte Bangkok und Singapur. "Einer der schönsten Liegeplätze war Curacao, kunterbunt und mitten in der Stadt", erzählt sie schwärmend. Und das sonstige Privatleben? "Ich bin Single", sagt die 41-Jährige. "Ich weiß, dass viele Gleichaltrige verheiratet sind und Kinder haben. Ich bin einen anderen Weg gegangen, und ich würde ihn wieder so gehen." Auf den Schiffen sei sie oft von ihrer Familie besucht worden. "Und die Crew ist auch wie eine Familie", ergänzt sie.

Irgendwann sei aber der Wunsch aufgekommen, wieder in die Heimat zu gehen. Da habe sie nun eine tolle Herausforderung gefunden, in der es ebenfalls um Tourismus gehe und bei der sie vieles gestalten könne. "Das ist eine Lebensaufgabe für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Aber das macht mir keine Angst." Und wo will eine Frau, die so viel von der Welt gesehen hat, ihren nächsten Urlaub verbringen? "Ich würde gerne die neuen Aida-Schiffe kennen lernen", sagt sie.

Dahmsdorf

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