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Trauern wird preiswerter

Auf den Ketziner kommunalen Friedhöfen sinken die meisten Gebühren für Bestattungen.
Auf den Ketziner kommunalen Friedhöfen sinken die meisten Gebühren für Bestattungen. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 20.11.2017, 20:56 Uhr
Ketzin/Havel (MOZ) Die von der Stadt vor zwei Jahren errechneten Friedhofsgebühren für die kommunalen Ketziner Friedhöfe führten seinerzeit zu einem regelrechten Aufruhr unter den Kommunalpolitikern. Für einige Bestattungsformen wurde viel zu viel Geld erhoben, war der übereinstimmende Tenor. Nach dem Kommunalabgabengesetz müssten die Kosten vollständig auf die Bürger umgelegt werden, argumentierte Bürgermeister Bernd Lück (FDP) damals.

Die Senkung der Investitionen auf das Allernotwendigste und ehrenamtliche Pflegearbeiten führten nunmehr zu einer erfreulichen Neuberechnung. Für fast alle Bestattungsformen könnten die Kosten im nächsten Jahr sinken. Das ergibt sich aus einer kürzlich im Finanzausschuss von der Stadt vorgelegten Kalkulation. Besonders drastisch sollen die Gebühren für eine Reihengrabstätte und eine Doppelgrabstätte sinken, und zwar von 1498 auf 787 Euro beziehungsweise von 3662 auf 1924 Euro. Für eine teilanonyme Erdgrabstätte sind künftig statt 1913 nur noch 1202 Euro zu entrichten. Eine Gebühr geht allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Für Bestattungen in der Urnengemeinschaftsanlage steigen die Gebühren von 758 auf 1948 Euro. Die Kosten richteten sich nach der Anzahl der Bestattungen, wurde argumentiert. Und diese hätten sich in seit der letzten Gebührenfestlegung bei dieser Bestattungsform halbiert. Diese in kurzen Zeitabständen teils erheblichen Preisschwankungen gefallen Ausschussmitglied Gabriele Bieber-Langenströher (Linke/Bündnisgrüne) überhaupt nicht. Man könnte die Gebühren weniger stark senken und eine Rücklage bilden. Sonst müsse man auch künftig jedes Jahr neue Gebühren festlegen, meinte sie. Eine Idee, für die sich der Bürgermeister erwärmen könnte. Die jetzige Kalkulation sei gerade so kostendeckend, für Investitionen bleibe nichts übrig, sagte er. Als nächstes Gremium wird der Hauptausschuss über die vorgeschlagene und vom Finanzausschuss einstimmig empfohlene Gebührenstruktur befinden.

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