Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat gestern 3,75 Millionen Euro für die Musikkultur Rheinsberg, zu der die Bundes- und Landesmusikakademie, die Kammeroper und das Schlosstheater gehören, freigegeben. In der Prinzenstadt zeigte man sich überrascht, als die gute Nachricht eintrudelte. „Wir haben auch eben erst davon erfahren“, so Musikkultur-Pressesprecherin Jannika Olesch erfreut.
Das Geld soll in die dringend notwendige Sanierung des Gäste- und Künstlerhauses einschließlich des Küchentraktes fließen. Das Land Brandenburg will noch einmal die gleiche Summe von 3,75 Millionen Euro im Rahmen des Zukunftsinvestitionsförderungsgesetzes bereitstellen, da sich die Gesamtkosten für Bau und Ausstattung auf 7,5 Millionen Euro belaufen. „Die Sanierung der Gebäude ist überfällig“, sagte auch Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD), die ausdrücklich dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke für sein Engagement für das Projekt dankte. „Die hohe Fördersumme zeigt, wie wichtig dieses Projekt ist“, so Steineke. „Ohne weitere Maßnahmen wäre ein massiver Besucher- und Gästerückgang zu befürchten.“

Arbeiten an der Musikakademie in Rheinsberg sollen bis 2024 dauern

In mehreren Bau-Phasen soll das Projekt bis 2024 fertiggestellt sein. Im Kavalierhaus-Ensemble werden die Gäste der Kammeroper sowie die Teilnehmer der Fortbildungen der Musikakademie untergebracht. Er beherbergt zudem die Servicebereiche der Musikkultur Rheinsberg. Der Gebäudetrakt wurde letztmalig Anfang der 1990er Jahre saniert. Im Zuge der anstehenden Sanierung müssen unter anderem die Fassade verputzt, das Dach teilweise neu gedeckt, die Fußböden ausgetauscht, die Technik erneuert und Wasserschäden beseitigt werden. Ferner ist die technische Überarbeitung des Theaterflügels vorgesehen.