Mehr als zwei Millionen Euro sind in die moderne Hafenanlage investiert worden. Sie umfasst neben Liegeplätzen auch einen Wasserwanderrastplatz sowie Gastronomie-, Sanitär- und Aufenthaltsgebäude in markanter Achteck-Form. Auch Reisende, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, finden dort Stellplätze sowie entsprechende Infrastruktur.
Die Landräte Karl-Heinz Schröter (Oberhavel) und Bodo Ihrke (Barnim, beide SPD) lobten dieEinrichtung als wichtigen Baustein auf dem Weg, den Langen Trödel im Rahmen der Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg (WIN) für den Tourismus zu erschließen. Ihrke als geschäftsführender Vorsitzender der WIN, bekräftigte, dass es Ziel sei, mit Start der Saison 2015, den Ausbau des Langen Trödels abgeschlossen zu haben. In Liebenwalde wird beispielsweise direkt neben dem Hafen eine Klappbrücke neu errichtet.
Den Wermutstropfen, dass während der ersten Saison voraussichtlich lediglich Radtouristen und Einheimische die neue Hafenanlage ansteuern werden, nahmen die Verantwortlichen bei der feierlichen Übergabe jedoch gelassen hin.
Roland Hennig, Geschäftsführer des Jugendhilfe-Vereins Christiani für Berlin und Brandenburg, der den Zuschlag zum Betrieb der Anlage bekommen hatte, will die Einrichtung in das Gesamtkonzept des Vereins integrieren. Christiani ist vor allem in Süddeutschland sehr aktiv. Mit der bereits vor zehn Jahren gegründeten Sozialen Dienstleistungs GmbH, die Hennig ebenfalls als Geschäftsführer leitet, betreibt der Verein für Jugendrehabilitation und berufliche Integration bereits erfolgreich mehrere Restaurants und Geschäfte in Liebenwalde, unter anderem das Wir-Restaurant am Mühlensee.
Regulär öffnet der neue Liebenwalder Stadthafen seine Pforten ab Dienstag, 1. April.