In der Naturparkregion ist die Nacht zum Glück von Hobbyastronomen teilweise noch schwarz. Sie ist so dunkel, dass Himmelkörper besonders deutlich zu erkennen sind - klare Sicht vorausgesetzt. Und die hatten die Astrofreunde Osnabrück in der Nacht zum Sonntag. Etwa 15 Teleskope von 70 Millimeter bis 12 Zoll stellten sie auf dem Gülper Sportplatz für interessierte Besucher bereit. Die mussten sich in der Dunkelheit vorsichtig an die Gerätschaften herantasten.
Es leuchtete die Milchstraße, und das ein oder andere Spektakel glitt als Sternschnuppe über den Himmel. Gegen null Uhr wanderte ein besonders heller Himmelskörper über die Baumkronen am Gülper Sportplatz. Es handelte sich um Jupiter. Auch für die Hobbyastronomen ein spannendes Ereignis. Während der Planet am Anfang blau und gelb schimmerte, sah man im Teleskop nur wenig später die Ringe des Gasriesen, geschichtet wie ein Baumkuchen. „Daneben sieht man vier Galileische Monde”, war von den Astronomen zu erfahren.
Wer mehr von den Geheimnissen des Weltalls erfahren wollte, dem zeigten die erfahrenen Sternengucker durch Supernoven (Sternexplosionen) entstandene Nebelringe oder die Plejaden, ein Sternhaufen. Bereits am Samstagmorgen offenbarte sich den Hobby-Astronomen ein anderes Phänomen am Himmel - ein Iridium-Flare. Dabei handelt es sich um die Reflexion eines Satelitten-Sonnensegels, die als leuchtende Linie am Himmel erscheint.
Das zweite Astrotreffen hätte vor allem lokal für Interesse gesorgt, sagte Astrophysiker und Mitorganisator Andreas Hänel. Um in Gülpe ein Sternenpark entstehen zu lassen, sei man auf dem richtigen Weg. Ziel sei es, die Dunkelheit zu erhalten und sie zu propagieren. In einem weiteren Schritt wolle man geeignete Punkte entlang der Pareyer Straße für die Sternbeobachtung kennzeichnen und ein Teleskop bereitstellen.