"Die Idee wurde auf dem letzten Weihnachtsmarkt geboren. Wir wollten auch einmal eine Hundeschau nach Brandenburg holen", erklärte der Zuchtwart und Geschäftsstellenleiter von der Landesgeschäftsstelle Berlin/Brandenburg, Steffen Seemann. Mit seinem Bruder Andreas (Internationaler Zuchtschaurichter) betreibt er auf ihrem großen Zechiner Bauernhof die Landesstelle des Internationalen Hunde-Verbandes. Unterstützung erhielten die Brüder von Jugendlichen des Vereins "Wendepunkt" vom Träger Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Sie halfen beim Aufbau, beim Jugendhändling und als Ringschreiber.
"Diese Resonanz ist überwältigend. Wir hatten mit etwa 25 Hunden gerechnet. Das es 110 Vierbeiner mit ihren Besitzern sind, macht uns sehr stolz" sagte Seemann. Vertretern waren Hunde von 36 Rassen. Teilnehmen konnte jeder. Es war nicht erforderlich bei einem Verband Mitglied zu sein. Der Hund musste lediglich gesund sein und brauchte keiner bestimmten Rasse angehören. Der Halter hatte nur eine Bestätigung über eine gültige Tollwutimpfung vorzuweisen.
"Jeder Tierhalter denkt, dass sein Hund der schönste ist", erklärte IHV-Vorstandsmitglied Heiko Anton aus Dresden. "So soll es auch sein, aber beim Wettkampf wird das von unseren internationalen Zuchtschaurichtern entschieden."
Zum Richten wurden die geduldigen Vierbeiner in vier Ringe unterteilt - Baby, jüngste Klasse sechs bis neun Monate, Kinder- und Jugendhunde von neun bis elf Monate sowie offene Klasse ab 15 Monate - jeweils unterteilt in Hündin und Rüde. Alle Tiere wurden einzeln von den vier internationalen Zuchtschaurichtern nach Rassestandard, Aussehen und Gesundheitszustand bewertet. Es ging um die Qualifizierung für den Endausscheid.
Wer wollte, konnte seinen Vierbeiner noch zusätzlich für den Titel ACW (Alianz Canine Worldwide) Cup 2017 anmelden. Die Auflagen für diesen Titel waren allerdings strenger.
Neben Urkunden und Pokalen für die Sieger gab es auch welche für alle Helfer, Mitstreiter und Zuchtschaurichter. Den Ehrenpreis im Sonderwettbewerb der weißen Schäferhunde erhielten die Organisatoren Steffen und Andreas Seemann mit ihrer "Raja". Gekürt wurden auch die drei schönsten Vereinshunde. Für das leibliche Wohl sorgte Eisalex aus Golzow. "Der Termin für die nächste Ausstellung steht noch nicht fest, aber den Ort für unsere zukünftigen Ausstellungen haben wir gefunden. Das Fort Gorgast bietet uns einfach optimale Bedingungen", sagte  Steffen Seeman.