Dietmar Müller, Fachbereichsleiter in der Amtsverwaltung, versteht den Ärger. Er stellt allerdings klar: "Es gab zu keiner Zeit eine Zusage, Anmeldungen wurden nur unter Vorbehalt entgegen genommen." Der Förderverein sei schlichtweg zu schnell vorgeprescht. "Von Fertigstellung konnte im Herbst keine Rede sein", betont Müller. Lediglich das Dach sei da montiert gewesen. Es folgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Gewölbe, im Kreuzgang sowie am Mauerwerk.
Auch die Treppe mit Aussichtsplattform kam erst jetzt ins Kloster. "Sämtliche Aufträge mussten, da die Sanierung gefördert wurde, ausgeschrieben werden, so dass auch Fristen zu wahren waren", erklärt der Bauamtsleiter. Schließlich habe es noch eine Reihe von Maßnahmen für den Brandschutz gegeben. Erst am Dienstag dieser Woche sei das Abnahmeprotokoll dafür eingegangen.
Die Verwaltung habe alle Unterlagen und Abnahmeprotokolle an das Bauordnungsamt des Kreises übergeben. Jetzt warte man auf die Freigabe. "Wir fragen nach und setzen alles daran, dass dies umgehend erfolgt", versichert Dietmar Müller. Einen direkten Einfluss habe die Verwaltung jedoch nicht auf die Abarbeitung in der Kreisbehörde, wo ebenfalls Urlaubszeit ist.