Die Krankenhaus MOL GmbH ist das wirtschaftlich stärkste Unternehmen mit kreislicher Beteiligung. Der Landkreis hält 66,6 Prozent der Anteile. Zum Verbund gehören zu 100 Prozent auch die Tochterunternehmen Medizinisches Versorgungszentrum Strausberg sowie die Fachlinik/Moorbad Bad Freienwalde. Die Krankenhaus MOL GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 46,2 Millionen Euro, resümierte Rainer Schinkel. Das bedeutete eine leichte Steigerung (Vorjahr: 45,8 Millionen Euro). Schinkel zollte der Geschäftsführung für ihr nun schon seit mehr als fünf Jahren erfolgreiches Wirken Respekt. Mit der Versorgung von 13 659 Patienten an seinen Standorten in Strausberg und Wriezen hat es eine große Bedeutung für die Daseinsvorsorge der Märkisch-Oderländer.
Das gilt gleichermaßen für die Rettungsdienst gGmbH, die - wie auch die Kultur gGmbH zu 100 Prozent Eigengesellschaft des Landkreises ist. Sie erzielte im bilanzierten Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 12,1 Millionen Euro, was eine Steigerung auf 110,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. In 29 374 Einsätzen waren die Rettungsdienstmitarbeiter unterwegs, um Menschen medizinische Nothilfe zu gewähren.
Mit 94,2 Prozent hält der Kreis auch die Hauptanteile an der Stic Wirtschaftsfördergesellschaft. Schinkel bescheinigte dem Unternehmen eine stabile Situation. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass Projektmittel zurückgegangen sind. Dennoch konnten die Umsatzerlöse durch Vermietung und Dienstleistungen leicht gesteigert werden. Zum Jahresende waren 90 Prozent der Flächen vermietet. Die Auslastung des Neubaus erhöhte sich von 65 Prozent im Vorjahr auf 80 Prozent. Der positive Trend zeichne sich auch für 2016 ab. Im Sommer hatte die Berg Kommunaltechnik GmbH & Co. KG aus Ernsthof ihr neues Domizil auf dem Stic-Gelände bezogen. In der modernen Halle wird die Technik kommunaler Kunden, des Landesbetriebes Straßenwesen oder der Berliner Stadtreinigung repariert und gewartet. Damit sind die Flächen fast komplett vermietet. Allerdings könne das Unternehmen auch künftig nur bestehen, wenn weiter Mittel aus dem Kreishaushalt fließen, so Schinkel. 2015 waren es 186 000 Euro.
Ganz andere Dimensionen hat der Zuschuss bei der gemeinnützigen Kultur GmbH. 1,9 Millionen Euro flossen in die kreiseigenen Gesellschaft. Die Zahlen werden sich allerdings im Beteiligungsbericht 2016 deutlich verändern. Das Freilichtmuseum Altranft war zum 1. Januar 2016 ausgegliedert und an den Museumsverein übergeben worden. Ende 2016 wurden die Gedenkstätte Seelower Höhen und das Brecht-Weigel-Haus Buckow in die Kreishoheit zurückgeführt. Künftig verbleibt nur die Musikschule in der Kultur GmbH.
Beteiligt ist der Kreis zudem an der Walter-Rathenau-Stift gGmbH Bad Freienwalde (50 Prozent), an der Busverkehr MOL GmbH (48,8), der Barnimer Busgesellschaft (25 Prozent), der VSG Verkehrsgesellschaft mbH und der Niederbarnimer Eisenbahn AG (6,87).
Die Unternehmen sind zugleich wichtige Arbeitgeber. 1183 Frauen und Männer stehen in den elf Gesellschaften in Lohn und Brot, hinzu kommen 66 Azubis. Der Gesamtjahresumsatz liegt bei 78,4 Millionen Euro. Für alle Gesellschaften listet der umfangreiche Beteiligungsbericht Kennzahlen, Kapitalquoten, Lageberichte, Betriebsergebnisse und Aussichten zur weiteren Entwicklung auf. In keiner Gesellschaft gibt es wirtschaftliche Schieflagen.
Beteiligungsbericht im Internet unter www.landkreis-mol.de/ratsinformationssystem