Die anderen Gebühren, also die erst vor kurzem angehobenen Sätze für Trink- und Abwasser, sollen stabil bleiben. Damit folgten die Gemeindevertreter dem Vorschlag des Vorstandes. „Aus rein wirtschaftlicher Sicht wäre es natürlich besser, die kalkulierten Gebühren zu nehmen. Das würde aber zu Gewinnen führen. Die können wir auch gleich an unsere Kunden weitergeben“, erklärte Verbandsvorsteher Gerhard Schulze.
So lange der Großkunde Frostung Manschnow ausfällt, bestehe für den Verband keine Möglichkeit zur Gebührensenkung, bestätigte auch die Wirtschaftsprüferin dem WAZ. Dementsprechend fiel auch das Votum der Versammlung als Antwort auf die Unterschriftensammlung aus Küstriner Vorland aus. Rund 1000 Bürger hatten damit gegen die Gebührenerhöhung protestiert. Verbandsvorsteher Gerhard Schulze wurde beauftragt, den Bürgermeister von Küstriner Vorland darüber zu informieren, dass derVerband derzeit keine Handlungsspielräume zur Gebührensenkung habe.
Auf mehrere Nachfragen von Bernd Baier (Vierlinden), warum es bei stetig sinkender Wasserförderung zu höheren Personalkosten kommt, reagierte Vorsteher Schulze ausweichend. Auf Vorschläge wie die Einführung eines Haustarifvertrages, Kurzarbeit oder die Ausgliederung von Aufgaben ging er nicht ein. Bereits seit März denke die Verbandsführung intensiv über Einsparpotentiale nach. Auf Nachfrage der Märkischen Oderzeitung erklärte er gestern, dass 2014 durch Umstrukturierungen innerhalb des Verbandes Einsparpotentiale möglich seien. Bernd Baier sieht dies indes als nicht als hinreichend an. Er befürchtet, dass Verluste weiterhin aus Rücklagen gedeckt oder Gebührenerhöhungen nötig werden.