Jürgen Rudorf, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Gesund leben am Stienitzsee", hat sich nun erneut an den Petitionsausschuss des Landtags gewandt und fordert namens der Hennickendorfer unter anderem die Einhaltung lang gegebener Zusagen und die Richtigstellung so manch einer Aussage ein. So schreibt er: "Die Auswirkungen der Lärmbelästigung durch die mit unkontrollierter Geschwindigkeit mitten durch unsere Wohn- und Erholungsgebiete rasenden Schwerlastzüge und Abfallkipperkolonnen sind ähnlich einer Naturkatastrophe, an Schlaf ist seit dem 23. Mai nicht mehr zu denken - weshalb ich Ihnen diese Petition jetzt, zu diesem Zeitpunkt weit nach Mitternacht, zusende." Da es kontinuierliche Lärmmessungen gibt, konnte er Extremwerte von 70 dB(A) in der Nacht und 81,3 dB(A) am Tag an Wohnräumen in der Berliner Straße verweisen.
Die lärmgeplagten Hennickendorfer an der Berliner Straße warten derweil immer noch auf die seit Februar vergangenen Jahres angewiesene Geschwindigkeitsbeschränkung. Nun müssen sie den ungebremsten Lkw-Lärm von der Umleitung auch noch ertragen. "Wie schon zur Umleitung im September 2015, wurde auch dieses Mal die versprochene Geschwindigkeitsbegrenzung vergessen ,auszuweisen", wirft Rudorf dem Landesbetrieb für Straßenwesen vor. "Es sei ein Witz", erklärt er, auf der L 233 nur mit einem Lkw-Anteil von vier Prozent in der Nacht und sieben Prozent am Tage zu rechnen - diese Zahlen würden aus einem Wintermonat mit nur wenig Bautätigkeit stammen, wirft er den zuständigen Stellen vor. Er könne mit realistischen Zahlen aufwarten.