"Wir liegen derzeit genau im Plan", sagt Wolfgang Bohm aus der Bauverwaltung im Amt Märkische Schweiz auf telefonische Nachfrage der Märkischen Oderzeitung. Das habe die Bauberatung am Dienstag noch einmal bestätigt.
"Wenn die Tätigkeiten an der Turnhallen-Rückwand diese Woche abgeschlossen sind, werden ab Montag die Fensterbauer aus Templin anschließen", schaut er auf den Zeitrahmen. Parallel zu diesen Arbeiten könnte die Firma Drews die elektrischen Antriebe zur Fensteröffnung zwecks Belüftung schalten und die Kollegen der Seelower Firma Form und Farbe, die ihre Handschrift schon am Bahnhofsgebäude hinterließen, an der Dämmung arbeiten.
"Danach könnte es schon ans Putzen gehen", sagt Bohm mit Blick auf den Schulanfang im September. Schließlich war schon vor Beginn der Ferien vereinbart worden, dass die wesentlichen und den Unterricht beeinträchtigenden Arbeiten zur Fassadensanierung der Schulturnhalle möglichst bis Schulbeginn abgeschlossen sein sollten.
Gegenwärtig stünden die Vorzeichen gut, so Wolfgang Bohm. Zwar wären voraussichtlich noch restliche Putz- und Farbarbeiten zu verrichten, doch diese würden den normalen Schulalltag nicht so stören. "Auch der Sportplatz ist so nutzbar, nur als Pausenraum steht das Gelände an der Turnhalle nicht zur Verfügung." In diesem Zeitraum müsste der vorhandene Freiraum in den Innenhöfen mehr genutzt werden.
In Etappen, entsprechend der Kassenlage der Gemeinde und abhängig von weiteren nötigen Investitionen, ziehen sich die Arbeiten an der Turnhalle nun schon über einige Jahre. Die Sanierung ihres Dachs war 2013 Voraussetzung für das Installieren einer Photovoltaikanlage. Dazu hat die Gemeinde die Dachfläche an die Genossenschaft Rehfelde-EigenEnergie verpachtet.
2015 wurden die Sanitäranlagen und Umkleideräume erneuert, wofür Rehfelde rund 300 000 Euro investierte. Nun schloss sich die Fassaden-Erneuerung an, bevor letztlich noch die immer wieder aufgeschobene Regenentwässerung an der Reihe sei und damit abschließend auch der Sockel endgültig verputzt werden könne, erklärt Wolfgang Bohm die Reihenfolge. "Doch das wird nicht vor 2017 passieren."
Seit zu Jahresbeginn Klimaschutzmanager Jens Lemme seine, zunächst auf drei Jahre begrenzte Arbeit in der Gemeinde aufgenommen hat, begleitet er die Fassadensanierung unter energetischen Gesichtspunkten. Auf der Internetseite der Kommune erläutert Lemme dazu ausführlich Details: vom Wärmedämm-Verbundsystem über Platten aus Mineralwolle, die an die Fassade geklebt werden und mineralischen Oberputz erhalten, bis zur Lärchen-Unterkonstruktion zur Hinterlüftung der Fassade, die eine Blechpaneel-Verkleidung bekommt.
Anstelle billigerem Polystyrol beugt die Mineralwolle Schimmelrisiko vor, erfährt man dort, was bei durch Sport ins Schwitzen geratenen Menschen naturgemäß vorkommen kann. Von den zehn in die Nordwand integrierten Fenstern wird sich überdies jeweils ein Flügel elektrisch öffnen lassen. Jens Lemme vergisst aber auch nicht den Hinweis darauf, dass Energieeinsparung immer auch vom Verhalten der Nutzer abhängen wird.