Ein knappes Jahr nach dem Baustart an der Artur-Becker-Straße 14 sind die ersten Geschäftsräume belegt. Friseurmeisterin Elke Mutz hat in dem Eckhaus den mittlerweile dritten Salon, die "Lindenoase 3.0", in der Stadt eröffnet. Eingezogen sind überdies eine Ergotherapie und eine Fußpflege, im künftigen Café und Backshop von Hennig wird noch letzte Hand angelegt, damit am 18. April alles fertig ist. Zudem eröffnen eine Arztpraxis und ein Kosmetikstudio.
Die Sozialwirtschaftliche Fortbildungsgesellschaft Sowi will Anfang Mai am neuen Standort mit der Ausbildung von Physiotherapeuten, Masseuren, medizinischen Bademeistern und Altenpflegern sowie der Weiterbildung von Fachkräften für gerontopsychiatrische Betreuung und Pflege beginnen. Sowi hat den Großteil der Räume im Haus gemietet. Mitte Juni will die Bildungseinrichtung diese bei einem Tag der offenen Tür vorstellen.
Die Außenanlagen konnten durch den andauernden Frost bislang noch nicht fertig gestellt werden. Sobald die Witterung es zulässt, werden sie komplettiert. Mit Abschluss dieser Arbeiten will die SWG auch ihr neues Mieterbüro im Erdgeschoss des Hauses eröffnen. Diese Außenstelle wird das Mieterbüro im Otto-Grotewohl-Ring 32 ersetzen.
Ebenfalls von wärmeren Temperaturen abhängig sind gestalterische Arbeiten an der Fassade. Nach Auskunft von SWG-Geschäftsführer Hartmut Ehrlich wird die Strausberger Firma Appolloart sowohl den Giebel zum Kindergarten als auch jenen zum S-Bahnhof bemalen. Appolloart, die bereits für den Drachensteige-Jungen an einem Giebel im benachbarten Wohngebiet sowie Trafostationen und verschiedene weitere Häuserwände in Strausberg und Umgebung verantwortlich zeichnet, habe mehrere Entwürfe vorgelegt, von denen zwei ausgewählt wurden. Werbung der Mieter werde zusätzliche Farbe ans Haus bringen, das als "Zweckbau" erkennbar bleiben werde, kündigte der SWG-Chef an.
Plangemäß weiter läuft der Abriss der ehemaligen Gaststätte am Mühlenberg. Am Dienstag stand nur noch eine einzige Metallstütze. Allerdings sollen die Arbeiten erst im Mai abgeschlossen sein. Schließlich verschwinden auch die Fundamente des einstigen Gastronomie-Flachbaus, der zwischenzeitlich auch als Möbelgeschäft diente. Auf dem Gelände kann sich die SWG eine spätere Neubebauung vorstellen.
Zuvor wird allerdings erst einmal neben der Artur-Becker-Straße 14 der alte Weg wieder hergestellt, der kurz hinter dem S-Bahn-Übergang zur Heinrich-Rau-Straße abbiegt. Fußgänger und Fahrradfahrer sollen auf der früheren Allee schneller zum Wohngebiet kommen.
"Wir hoffen, dass die Bürger das neue Geschäftshaus und das neu gestaltete Umfeld wohlwollend annehmen", hieß es von der SWG, die an der Stelle rund drei Millionen Euro investiert, um den nordöstlichen Stadteingang aufzuwerten.