Auch Bürgermeister Reiner Donath und Jürgen Schirrmeister, Leiter der Präventionsabteilung bei der Polizei, saßen mit am Tisch. Schirrmeister bestätigte mit den offiziellen Zahlen, dass es mit der Einbruchserie in Rehfelde gerade ein echtes Problem gebe, der Schaden zusammengerechnet schon mindestens 200 000 Euro betrage. Allein um die 80 000 Euro entfallen davon auf Dirk Succow mit seiner Firma Ost-Kälte GmbH, wie dieser berichtete. Inklusive Computertechnik hätten die Diebe bei ihm ganze Arbeit geleistet. Und er ist nicht der Einzige: Die meisten aus der Mittwochs-Runde, von jüngst erst Lutz Falkenberg mit seiner Gärtnerei bis zu Arnold Rupprich mit seinem Gartenpflege-Betrieb, können ähnliche Geschichten erzählen. "Eine hohe fünfstellige Summe" sei es auch bei ihm, so Rupprich, der seinem Unmut freien Lauf ließ. Zwar hätten die Kriminalbeamten bei ihm sehr gute Arbeit geleistet. Insgesamt räche sich nun aber der massive Stellenabbau bei der Polizei über die vergangenen zehn Jahre, wetterte er in Richtung Politik.
Dass es personelle Grenzen und Engpässe gebe, wollte Schirrmeister gar nicht in Abrede stellen. Insofern sei eine Vernetzung der Unternehmer in Rehfelde ein guter Schritt, den man unterstützen könne und wolle. So sagte er Beratung bei der Auswahl zusätzlicher technischer Ausrüstung zu. Einige der geschädigten Betriebe hatten gar keine Alarmanlage, andere sind veraltet, wie die Inhaber teils selbst einräumten. Investieren wollen nun mehrere. Dass es sich um sinnvolle Systeme handelt und nach Möglichkeit auch dort eine irgendwie geartete Vernetzung (gerade beim Alarm) untereinander gibt, dabei wolle er mit seinem fachkundigen Rat helfen, so Schirrmeister. Die Polizei arbeite zudem an der Auswertung mehrerer Spuren, die bei den Einbrüchen sichergestellt wurden. Möglicherweise handle es sich um drei Täter. Ob Ausländer oder Einheimische, lasse sich bisher nicht sagen.
Eine Verbindung soll überdies zu den "Bürgern für Bürger" etabliert werden, die sich bereits seit Januar zusammengefunden haben und teilweise auf Streife unterwegs sind. Da die Mitglieder der Gruppe bereits sensibilisiert seien, könnten sie explizit auch bei den Firmengrundstücken stärker hinschauen, mahnte gerade Gemeindevertreter Rudolf Heller an. Opitz wollte solche Kontakte zwar nicht ausschließen. Seine Intention sei aber vor allem, den Austausch der Unternehmer untereinander sicherzustellen, betonte er zum Abschluss erneut. Dies ist nun auf Weg gebracht: Etwa zehn Gewerbetreibende als Kern wollen schon in einer Woche erneut zusammenkommen, um dann gerade über zusätzliche technische Aspekte und deren etwaige Zusammenschaltung zu sprechen.