Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, seit an der Ecke Hohensteiner Chaussee/Artur-Becker-Straße mit dem Bau des Geschäftshauses begonnen wurde. Bereits in diesem Monat werde mit der Podologie der erste Mieter einziehen, kündigt SWG-Geschäftsführer Hartmut Ehrlich im MOZ-Gespräch an. Man liege gut in Zeit- und Kostenplan. Die Außenanlagen, die im Winter nicht fertig gemacht werden können, werden gerade so weit hergerichtet, dass das Gebäude ordentlich erreichbar ist. Den letzten Schliff erhalten sie im Frühjahr. In jedem Falle könnten Ärzte, Kosmetik, Friseur, Backstube und die Sozialwirtschaftliche Fortbildungsgesellschaft (Sowi) im März/April ebenfalls einziehen. Schon durch deren Werbung werde sich das äußere Bild des Dreigeschossers noch ändern, kündigt Ehrlich an. Dass der "reine Zweckbau" etwas trist daherkommt, ist ihm bewusst. Er sei im Gespräch mit Partnern über eine optische Aufwertung.
Eine optische Aufwertung für das Gesamtareal passiere zum Sommer hin mit der Wiederherstellung der Achse vom S-Bahn-Übergang zur Heinrich-Rau-Straße. Die alte Allee wird von der ehemaligen Schule über die Freifläche, auf der früher die Kaufhalle stand, bis zur Straße weitergeführt. Überdies würden nicht nur ausreichend Parkplätze für das Eckhaus geschaffen, sondern auch öffentliche. Und nach dem derzeit laufenden Abriss der alten Gaststätte zum Mühlenberg, im Volksmund "Pumuckel" genannt, sei das Wohngebiet "in Ordnung", erklärt der Chef des städtischen Unternehmens. Der Abriss wird sich nach seinen Angaben noch etwa vier Wochen hinziehen, da das Ex-Lokal mitsamt seinen Fundamenten verschwindet. Momentan sei eine Neubebauung nicht angedacht, aber später sehr wohl denkbar, so Ehrlich.
In der Vorstadt wird die SWG in diesem Jahr zwei Häuser im Albin-Köbis-Ring mit Fahrstühlen ausstatten. Mit der Bank, die bereits die Sanierung kreditiert hat, sei eine Übereinkunft getroffen. Insgesamt neun Aufgänge erhalten einen Lift. Geplante Bauzeit: Mai bis September. Die Bewohner seien bereits informiert. Sie refinanzieren die Kosten über eine Mietsteigerung. Sie würden, wie im Unternehmen üblich, "finanziell nicht überfordert", betonte Ehrlich. Es werde eine Lösung für jeden geben. Er verspricht sich durchdie verbesserte Ausstattung, dass Wanderungserscheinungen von älteren Mietern abnehmen.
Ein weiterer großer Brocken 2013 wird die Umgestaltung des Parkplatzes am Buchhorst. Da die Stadt die Straße in Ordnung bringen lasse, werde auch die SWG ihre Fläche umgestalten. Nach Angaben des Chefs wird der Bereich für die Mieter der Häuser Jungfernstraße von der öffentlichen Fläche getrennt. Die Zufahrt zum offenen Teil werde nur noch an der Einmündung Jungfernstraße möglich sein. Parken bleibe kostenlos.
Überdies werde die SWG fortfahren, Wohnungen vor Neuvermietung komplett instand zu setzen und mit der eigenen Malertruppe Fassaden zu erneuern.