Im Dezember war das Duo komplett, die ersten 100 Tage sind vorbei. Dana Bzik und Peter Schneider sind das feste Revierpolizisten-Doppel für den Amtsbereich Märkische Schweiz. Sprechzeit ist dienstags in Garzau, aber eigentlich fast immer.
"Gesicht, Gesicht, Gesicht!", nennt Peter Schneider einen der Grundsätze, die sich das noch relativ neue Revierpolizisten-Doppel für seinen Wirkungsbereich Märkische Schweiz auf die Fahne geschrieben hat. "Der Bürger muss uns sehen", ergänzt Dana Bzik, "uns erkennen, mit unseren Gesichtern den Revierpolizisten verbinden."
Hat es doch in der jüngeren Vergangenheit aus unterschiedlichen Gründen immer wieder Wechsel gegeben. "Doch jetzt denken wir eine Besetzung für die Ewigkeit zu haben", meint Sabine Haack, die Koordinatorin Revierdienst am Sitz der Polizeiinspektion MOL in Strausberg, scherzhaft.
Dana Bzik und Peter Schneider sehen das genauso und fühlen sich mittlerweile gut angekommen. Beide kennen das Metier, waren zuvor im Wachenbereich Strausberg und empfinden die Aufgeschlossenheit der Menschen außerhalb der Stadt als sehr angenehm.
Gerade bezüglich Eigentums-Delikten sei dieses nachbarschaftliche Denken nötig, heben beide hervor. Das aufeinander Achten, die Aufmerksamkeit, wenn Unbekannte z. B. mit einem Rucksack durchs Wohngebiet laufen, das sei immens wichtig. "Kommissar Zufall wohnt hier", nennt es Peter Schneider und empfiehlt in dem Zusammenhang, lieber einmal mehr zum Hörer zu greifen oder sich mal eine Auto-Nummer zu notieren.
Was das Unfallgeschehen in ihrem Bereich betrifft, so sei dieses stabil rückläufig, sagen Bzik und Schneider. Bei Bedarf und auf Anfrage stehen sie dennoch mit der Laserpistole bereit, um Temposünder zu ermitteln. Nicht an allen Stellen sind dafür aber die Voraussetzungen gegeben. Da sei es dann besser, Verkehrskontrollen mit entsprechenden Gesprächen durchzuführen, sagen die zwei. Die Begleitung der Fahrradprüfung und manches mehr gehört zu ihren Aufgaben, aber oft auch einfach das Erklären und Verständnisbefördern für den Wach- und Wechseldienst, der von Strausberg aus operiert. "Denn oft sind wir nicht zuständig, man sieht uns aber allgemein als Polizei."
Bei einem so weit verzweigten Einsatzgebiet zwischen Rehfelde-Dorf, Heidekrug, Waldsieversdorf und Ihlow ist tägliche Polizeipräsenz zeigen keine einfache Sache. Flexibilität, Bekanntheit und Vertrauen sind für die beiden so unabdingbar. Daher wollen sie auch so oft wie möglich auf Fußstreife sein. Ohnehin haben sie nur ein Auto zur Verfügung, teilen sich den Bereich. Während Peter Schneider vorrangig in den Rehfelder Ortsteilen und Garzau-Garzin unterwegs ist, übernimmt Dana Bzik den Osten.
Da auch nicht jeder dienstags, 15 bis 18 Uhr, in die Sprechstunde nach Garzau kommen kann, gibt es inzwischen in Absprache mit Waldsieversdorfs Bürgermeister an einem Mittwoch im Monat auch im WaldKautz eine Sprechstunde und donnerstags wird der Markttag in Buckow genutzt, um als Ansprechpartner da zu sein. Die Zusammenarbeit mit Ortsvorstehern, Bürgermeistern, Feuerwehren heben beide als sehr erquicklich hervor.
Künftig wollen Dana Bzik und Peter Schneider auch noch enger mit Vereinen zusammenarbeiten, die Gewerbetreibenden kennenlernen, sagen Hallo in der Post, der Sparkasse. Denn noch stehen beide am Anfang, sind nicht immer zuständig, aber haben stets ein offenes Ohr.