Auch wenn auf das in direkter Nachbarschaft des dreitägigen Reitturniers des LFV Münchehofe stattfindende Musik-Festival Lollapalooza heftige Kritik niederprasselte, Turnierchef Carsten Börner war voll des Lobes für die Zusammenarbeit. Zumindest in Sachen Verkehrsführung seiner Turniergäste. "Keiner unserer Besucher, ob nun mit oder ohne Pferdeanhänger, erlebte einen längeren Aufenthalt in einem Stau. Das war schon eine logistische Meisterleistung des Lollapalooza-Veranstalters", strahlte Turnierleiter Carsten Börner. Kein Wunder: Hatte er im Vorfeld oft gegensätzliche Meinungen hören müssen. Der Hansdampf in allen Turniergassen war wahlweise mit dem Pferd, auf Schusters Rappen oder auch mit dem Fahrrad auf dem Gelände des Reitreviers unterwegs. Kaum dass sich auch nur ein aufkommendes Problemchen andeutete, war Börner schon vor Ort. Als Ersthelfer bei mehr oder weniger schmerzhaften Stürzen war seine hilfreiche Hand für die Reiter sofort erreichbar.
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Aber auch das sportliche Niveau ließ es an Spannung und Dramatik nicht fehlen. Im "Großen Preis" von Münchehofe, einem S*-Springen mit Siegerrunde, blieben gleich drei Reiter fehlerfrei. Letztlich setzte sich Felix Ewald vom Reitclub Wochowsee mit Adrijana in 41,39 Sekunden vor Max-Hilmar Borchert (Stechlin-Menz) auf Caspino durch. Borchert kam mit 41,45 Sekunden einen Wimpernschlag später ins Ziel.
Den Mannschaftswettbewerb entschieden die Gastgeber in der Formation Emilia Tocessa Schott, Kenisha-Helen Pohl, Julien Golle und Carsten Börner gefolgt von den Oderlandladys Lilien Krämer, Iris Schubert und Lucy Geutebrück zu ihren Gunsten. Rang drei belegte das Team Münchehofer Ponys mit Joana Marie Biskup, Skye Amy Kerger, Maxime Fliegner sowie Lara Sophie Winter.
Am Wochenende trifft sich die Reitsportszene beim zweitägigen Altbarnimer Herbst-Derby.
Gemeinsame Parcoursbesichtigung: Die ist für alle Reiter vor jeder Springprüfung unerlässlich - natürlich auch in Münchehofe.Fotos (5): MOZ/Udo Plate
Gelebter Schulterschluss: Alt Zeschdorfs Julia Richter und der Altglietzener Ralf Eisert unterwegs.
Gut unterwegs: Neuenhagens Maren Kardel mit Ustinov
Schweren Herzens Abschied nehmen: Julien Golle (links) wechselt nach Neustadt/Dosse und bedankte sich bei Solvig Pohl und Carsten Börner (rechts) für zwei gemeinsame Jahre Training.
Die Hohe Schule des Dressurreitens: Gleich auf zwei Dressurplätzen gab es an allen Turniertagen die Anmut und Eleganz der Pferdesportler zu erleben.
Felix Ewald gewinnt mit Adrijana Großen Preis
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