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Zwei Rockabilly-Bands bringen trotz der Gluthitze die Gäste zum wilden Tanzen

Der Geist der 50er Jahre im Road House

Hans Still / 31.08.2016, 05:45 Uhr
Bernau (MOZ) Eine heiße Rockabilly-Nacht hatte das Bernauer Road House und das Chapter Wild East vom Born to be Wild MC für den Sonnabend versprochen - sämtliche Erwartungen wurden weit übertroffen. Mehrere einhundert Gäste besuchten den 3. Road House Run, der einerseits mit Technik aus den 50er Jahren warb und obendrein zwei Bands am Start hatte, die keine Wünsche offen ließen. Die Lost City Cowboys und Lil Neal & the blue flame sorgten von Beginn an für Stimmung. Trotz der Gluthitze begannen schon am Nachmittag die ersten Paare zu tanzen.

Der Rhythmus der wilden Zeit erfasste dann am Abend den gesamten Platz. So wurde nicht nur vor der Bühne getanzt, sondern auf dem großen Areal. "Wir sind echt überwältigt, die Arbeit wurde wunderbar belohnt", bekannte noch am Abend Achim Lehmann, Geschäftsführer der Road House Event GmbH.

Bereits am frühen Nachmittag standen traditionell die Helden der Bernauer Schleife im Mittelpunkt. Dirk Stannek, Vorsitzender des Vereins MC Bernauer Schleife, legte in Erinnerung an die drei, bei einem Rennunfall am 26. September 1954 verstorbenen Rennfunktionäre Blumen nieder. An seiner Seite stand im Stadtpark beispielsweise der Bernauer Erich Saal (82 Jahre), dessen Vater früher Rennsekretär war. "Diese Rennen damals waren eine hoch anerkennenswerte Leistung. Heute würde das allein wegen der Sicherheitsanforderungen nicht mehr gehen", zollte Saal den Vorfahren Lob.

Ebenfalls sehr beeindruckend: die Vorführung des K 4-Teams von Robert Pausch. Ob ein zunächst harmlos erscheinender Angriff beim Antanzen oder aber eine gefährliche Messerattacke - Pausch zeigte, wie jeder Kundige sich geschickt mit bloßen Fäusten erfolgreich dagegen wehren kann. Dass erst jahrelanges hartes Training zur gezeigten Perfektion führt, konnte beispielsweise ein freiwilliger Kämpfer vom Chapter Wild East erfahren.

Als Offenbarung erwiesen sich die beiden Bands. Die Lost City Cowboys verstanden es wie die Kollegen von Lil Neal & the blue flame ihr Publikum sofort an sich zu binden. Sascha Körner, er spielt bei letzterer Band den Kontrabass und das E-Piano, versprach spontan, noch in diesem Jahr der Hussitenstadt einen weiteren musikalischen Besuch abzustatten. Wer es bis dahin nicht erwarten kann: Die Band gastiert am 9. September in der Ostberliner Rock- und Metal-Bar "Blackland". Seit 1996 reist die semiprofessionelle Combo, die besonders viel Wert darauf legt, den Spirit der 50er Jahre originalgetreu rüberzubringen, durch Europa. Sänger Nino Laskowski schreibt viele der Songs selbst.Motocrosser Stannek wies ebenfalls auf einen Termin hin: Am 2. Oktober werden in Schönfeld bei Tempelfelde die Brandenburg-Meisterschaften ausgefahren.

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