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Sven Klamann 11.03.2015 03:45 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

lokalredaktionen/barnim/eberswalde/artikel4/dg/0/

NEB hilft Eberswalder Bahnwerk

Eberswalde (MOZ) Die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB)wird voraussichtlich noch im März damit beginnen, einen Teil ihrer Fahrzeugflotte im von der Stilllegung bedrohten Bahnwerk Eberswalde warten zu lassen. Das hat Detlef Bröcker, Geschäftsführer des in der Region für seine blaugelben Züge bekannten Privatunternehmens, am Dienstag bei einem Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Zierke in der neuen NEB-Meldestelle mitgeteilt. Die Zusammenarbeit sei ausbaufähig, eine Absichtserklärung, in der die Kooperation vereinbart werde, stünde kurz davor, veröffentlicht zu werden, erklärte er. Allerdings sei die NEB bei Weitem zu klein, alle 500 Arbeitsplätze des Bahnwerks zu retten. "Wir wollen aber ein Zeichen setzen, dass wir uns für Eberswalde engagieren", sagte Detlef Bröcker.

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GesprĂ€ch in der Meldestelle: Stefan Zierke (links) lĂ€sst sich von Detlef Bröcker durch die Einrichtung fĂŒhren.

© MOZ/Sven Klamann

"Dies ist für die Kreisstadt, den Landkreis und ganz Brandenburg ein wichtiges Signal", zeigte sich Stefan Zierke erfreut. Er habe um das Gespräch gebeten, weil er den Geschäftsführer der NEB kennenlernen und mehr über das Unternehmen erfahren wolle, das seit Dezember 2014 für zehn Jahre die Gleisverbindungen nach Frankfurt (Oder) und Berlin-Gesundbrunnen (RB 60), Prenzlau (RB 62) und Joachimsthal (RB 63) bedient.

Die Eberswalder Meldestelle der NEB ist in der bis Ende 2013  von der Volkssolidarität Barnimals Tagesstätte genutzten Immobilie am Kupferhammerweg 1 untergebracht, die unter anderem als früherer Sitz eines Militärpolitischen Kabinetts, des Komm-Zentrums und eines Eine-Welt-Ladens bekannt war.

Die Niederbarnimer Eisenbahn AG hatte sich kurzfristig um einen Mietvertrag bemüht, weil ihre Aussichten auf einen anderen, ebenfalls nahe an der Bahnstrecke gelegenen Standort nach mehr als einem Jahr intensiver Verhandlungen wie eine Seifenblase geplatzt waren. "Wir hätten dort nicht nur ein Haus, sondern überdies ein 11 000 Quadratmeter großes Grundstück kaufen sollen", sagte der NEB-Geschäftsführer. Das Problem aber sei gewesen, dass das Areal zur ehemaligen Dachpappen-Fabrik gehöre und damit unter Altlastenverdacht stehe. "Dieses Risiko hätte ich den Aktionären nicht vermitteln können", betonte Detlef Bröcker im Gespräch mit Stefan Zierke.

Eberswaldes Stadtverordnete hatten der NEB den Zuschlag für die Immobilie am Kupferhammerweg 1 gegeben, die fünf Initiativen eigentlich zu einem Gemeinschaftshaus nach dem Vorbild der in Österreich erfolgreichen Offenen Technologielabore entwickeln wollten.

Das Privatunternehmen nutzt in dem Gebäude nur wenige Räume für Zugführer und Kundenbetreuer, die dort ihren Dienst antreten und beenden. Dafür zahlt die NEB eine Monatskaltmiete von 800 Euro. "Wir haben den Vertrag für vorerst ein Jahr abgeschlossen - mit der Option auf Verlängerung", berichtete der Geschäftsführer.

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