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Mario Kreutziger hält im Amt Barnim-Oderbruch Ordnung / Als Hausmeister ist er nicht mehr wegzudenken

Ein Mann für das Drumherum

Regelmäßig auf dem Hof anzutreffen: Mario Kreutziger mäht den Rasen hinter dem Amtsgebäude des Amtes Barnim-Oderbruch. Dort sorgt er auch dafür, dass die Beleuchtung funktioniert.
Regelmäßig auf dem Hof anzutreffen: Mario Kreutziger mäht den Rasen hinter dem Amtsgebäude des Amtes Barnim-Oderbruch. Dort sorgt er auch dafür, dass die Beleuchtung funktioniert. © Foto: Tim Benesch
Tim Benesch / 13.09.2017, 06:15 Uhr
Wriezen (MOZ) Als Hausmeister ist Mario Kreutziger mit vielseitigen Aufgaben im Amt Barnim-Oderbruch betraut. Seine Arbeit endet jedoch nicht mit der Instandhaltung des Gebäudes: Unter anderem kommen die Pflege der Außenanlage und die Betreuung von Jugendlichen mit Sozialstunden dazu.

"Er ist der gute Geist hier im Haus", sagt Sylvia Borkert, stellvertretende Amtsdirektorin im Amt Barnim-Oderbruch. Aber: "Herr Kreutziger ist einer von vielen guten Geistern, die für das Amt arbeiten", ergänzt sie und zeigt sich dankbar gegenüber den technischen Kräften. "Sie alle machen ihre Arbeit selbstständig und souverän."

Mario Kreutziger arbeitet seit vier Jahren für das Amt, das in der Freienwalder Straße in Wriezen ansässig ist, und hat täglich ein breites Spektrum an Aufgaben zu erledigen. Er übernimmt zahlreiche Tätigkeiten: etwa die Umsetzung kürzlich beschlossener Energiesparmaßnahmen für das Amtsgebäude oder die Entgegennahme von Paketen sowie die Bestückung von Kopiergeräten.

Die Arbeit des 45-Jährigen endet jedoch nicht an den Gebäudegrenzen des Amtes, sondern geht vor der Tür erst richtig los: Sowohl vor als auch hinter dem Haus mäht er regelmäßig den Rasen oder schneidet die Hecken. Er ist zuständig für die Wartung der Dienstwagen der Amtsverwaltung oder als Vorarbeiter Ansprechpartner für alle anderen technischen Kräfte, die im Amt Barnim-Oderbruch beschäftigt sind.

Es kommt auch vor, dass er Jugendliche betreut, die straffällig geworden sind und im Amt Sozialstunden ableisten. Manchmal erscheinen die Jugendlichen, manchmal auch nicht. Dann sind bei Mario Kreutziger Geduld und Feingefühl gefragt. "Man muss von allem ein bisschen eine Ahnung haben", kommentiert er seine Tätigkeit nüchtern.

Und weil er diesen Tätigkeiten seit Jahren zufriedenstellend nachkommt, erweist er sich als eine tragende Kraft im Amtsgeschäft und ist schon lange nicht mehr wegzudenken.

"Theoretisch arbeite ich ja für mich selbst", gibt Mario Kreutziger etwas von seiner Motivation preis. Denn der 45-Jährige wohnt selbst im Verbreitungsgebiet des Amtes Barnim-Oderbruch. Seit 17 Jahren lebt er in Herzhorn und gehört damit der Gemeinde Reichenow-Möglin an. "Es ist aber auch die Vielseitigkeit des Berufes, die nie Langeweile aufkommen lässt und diesen Beruf für mich spannend macht", erzählt er weiter. Vor dem Jahr 2013, als er im Amt Barnim-Oderbruch zu arbeiten begann, war er fast 20 Jahre als Elektriker in Grünheide tätig. Es war der Zufall, der Mario Kreutziger zu seiner Hausmeistertätigkeit in Wriezen führte: "Es hat sich einfach so ergeben." In der Wochenendzeitung Märkischer Sonntag stieß er auf die Stellenausschreibung des Amtes Barnim-Oderbruch. Zugleich wurde er während einer Wehrführertagung der Feuerwehr Reichenow-Herzhorn darauf hingewiesen.

Die Entscheidung sich zu bewerben und die Stelle anzunehmen, war eine rein praktische. Weniger hegte er den Wunsch, Hausmeister zu werden. Ursprünglich wollte er Kfz-Elektriker lernen. Sein Arbeitsweg habe sich durch die Entscheidung im Amt Barnim-Oderbruch zu arbeiten, deutlich verkürzt. Nach Grünheide brauchte er wesentlich länger. Die bessere Wahl, wie er findet.

Wenn Mario Kreutziger nicht gerade im Dienst ist, nimmt er als Ortswehrführer in der Freiwilligen Feuerwehr Reichenow-Herzhorn eine sehr wichtige Funktion ein. Einmal im Jahr ist er sogar beim Amtsausscheid der Feuerwehren des Amtes Barnim-Oderbruch dabei und kämpft mit seiner Mannschaft um den Pokal.

Darüber hinaus ist er verheiratet und Vater von drei Kindern. Nach der Arbeit begleitet er seine beiden Jungen häufig zum Karatetraining und an den Wochenenden zu den Wettkämpfen. Seine Tochter hingegen, die Jüngste der drei Kinder, besucht in Prötzel noch die Kita. Viel Zeit für eigene Hobbys bleibe da nicht, so der Familienvater. "Dazu komm ich einfach nicht mehr."

Familie, Arbeit, Feuerwehr - Mario Kreutziger übernimmt gern Aufgaben, bei denen er anderen helfend zur Seite steht.

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