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Initiator Dennis B. Markheim sucht nach Sponsoren und alten Lampenschirmen / Musiker wünscht sich professionellere Gestaltung

Zweite "Anna-Oda-Nacht" verschoben

© Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 07.03.2017, 06:40 Uhr
Wriezen (MOZ) Die zweite "Anna-Oda-Nacht" wird nicht, wie ursprünglich geplant, am 8. April stattfinden. Das hat Initiator und Künstler Dennis B. Markheim nun mitgeteilt. Stattdessen soll die Veranstaltung ins kommende Jahr verschoben werden.

"Der Plan ist in diesem Jahr einfach nicht umsetzbar", sagt Dennis B. Markheim. 2016 hatte der Wriezener eine oder vielmehr seine erste "Anna-Oda-Nacht" auf die Beine gestellt. Ein Projekt, bei dem er mehrere Musiker und natürlich sich selbst angeheuert hatte, um im Wriezener Humpensaal einen Abend mit mundartlicher Musik zu gestalten. Denn, so Markheim, das Oderbruch ist seine Heimat. Das sind seine Familie, seine Freunde, die Szenen des Alltags. Und wo könnte der Oderbrücher besser Mundartliches zum Besten geben als in seiner Heimatstadt Wriezen.

"Anna Oda" - das sind für den Markheim zudem Stolz und auch ein wenig Unmut, die sich in seinen Liedern widerspiegeln. "Anna Oda" - das ist die unverblümte und nackte Liebe zur Heimat in akustischen Gitarrenklängen verpackt. "Bei uns anna Oda kannste weinen und lachen, einfach in `nen See springen und lauter so Sachen. Bei uns anna Oda kannste vom Storch erzählen und dann am Sonntach Kartoffeln schälen."

Diese Zeilen aus seinem gleichnamigen Titelsong hatte Markheim zur ersten "Anna-Oda-Nacht" zum Besten gegeben. Bei der Premiere hatten ihn seine Wegbereiter Steven Kopp, Leiter der Wriezener Musikschule, und Zunft-Musiker Nico Kollmann unterstützt. Um die Organisation hatte sich der 33-Jährige fast gänzlich allein gekümmert. Eine Mammutaufgabe, wie er bei den Vorbereitungen feststellen musste. "Ich habe viel Unterstützung von Sponsoren und dem Betreiber des Humpensaals erhalten. Dafür bin ich sehr dankbar. Aber es war wirklich viel Arbeit", blickt der Wriezener zurück. Ein Pensum, das Zeit in Anspruch nimmt. Zeit, die er sich für die zweite "Anna-Oda-Nacht" nehmen will. Die nächste Veranstaltung soll deshalb erst im kommenden Jahr stattfinden, so Markheim.

Für "Anna Oda" die Zweite wünscht er sich mehr. Vor allem mehr Professionalität. "Es soll alles ein bisschen anders werden", sagt Dennis B. Markheim. So soll das Programm etwa nicht mehr nur durch Musiker gestaltet werden, sondern auch von Poetry-Slammern - also modernen Gedichteschreibern. "Ich stelle mir das ein bisschen wie eine Theaterbühne vor, auf der die Künstler ihr Programm vorstellen können."

Mit einigen Künstlern ist Markheim schon im Gespräch. Welche das sind, will er allerdings noch nicht verraten. "Es sind auch ein paar Trüffel dabei. Die sind allerdings nicht aus der Region", sagt der 33-Jährige. So sollen sich verschiedene Musikstile miteinander vermischen, sagt Markheim. Aber auch wenn die Stile quer durch die Welt gehen, soll die Mundart weiterhin den Rahmen von "Anna Oda" bilden. Dem Musikabend mit Folk-, Rock- und Jazzklängen will Markheim zudem wieder Wohnzimmeratmosphäre einhauchen. Dafür sucht er alte Lampenschirme oder Wohnzimmerinterieur, welches nicht mehr gebraucht wird. "Da ist es auch egal wie hässlich die Dinge sind, es geht um das gesamte Flair", sagt der Wriezener.

Um dem Ganzen einen professionellen Schimmer zu verleihen, braucht Markheim außerdem Unterstützung von ausgebildeten Licht- und Tontechnikern. Für die Organisation und Durchführung des Abend rechnet der Wriezener 5000 bis 6000 Euro ein. Eine Summe, die er sich mühsam zusammensuchen muss.

Von der Unterstützung für die zweite "Anna-Oda-Nacht", die ihm Bürgermeister Uwe Siebert im April vergangenen Jahres zugesichert hatte, habe der Musiker noch nichts gesehen, so Markheim. "Allerdings habe ich auch noch nicht nachgefragt", gesteht er ein.

Kontakt: dennisbmarkheim @yahoo.de

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