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Gemeindevertreter einigen sich nach vier Jahren Streit / Kauf- und Nutzungsrechte unverändert

Höhenlands Friedhofsgebühren steigen

Steffen Göttmann / 08.09.2017, 06:39 Uhr
Höhenland/Wölsickendorf (MOZ) Nach vier Jahren heftiger Auseinandersetzungen hat die Gemeinde Höhenland jetzt eine neue Friedhofssatzung. Das haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend im Gutshaus Wölsickendorf bei nur einer Enthaltung mehrheitlich beschlossen. Dabei gab es keine Diskussionen mehr. "Wir haben regelmäßige Arbeitsberatungen, bei denen wir hart, aber sachlich diskutieren", begründete Helga Kowatzky, Bürgermeisterin von Höhenland, den Umschwung der Gesinnung.

Dass die Bewirtschaftungskosten steigen mussten, stand außer Frage. Unterschiedliche Auffassungen habe es darüber gegeben, dass die Kosten für die gesamte Zeit von 25 Jahren bezahlt werden mussten. "Einige waren der Meinung, dass die Summe zu hoch sei und nicht von allen finanziert werden kann", erläuterte die Bürgermeisterin. Daher könnten Angehörige den Antrag stellen, dass sie die Bewirtschaftungskosten für ihre Grabstelle jährlich bezahlen.

Die kommunalen Friedhöfe in Höhenland liegen in Steinbeck und Leuenberg. Die Friedhöfe von Wollenberg und Wölsickendorf werden von der evangelischen Kirchengemeinde betrieben. Die bisherigen Friedhofsgebühren seien nicht kostendeckend gewesen, begründete die Bürgermeisterin die Preissteigerung. "Der Friedhof in Steinbeck ist sehr groß, aber kaum belegt", sagte sie. Die Gemeinde Höhenland müsse aber auch die Freiflächen auf den Friedhöfen pflegen, auf denen keine Gräber sind.

Die Kosten für den Kauf des Nutzungsrechts einer Grabstelle für den Zeitraum von 25 Jahren bleiben im Wesentlichen unverändert: 125 Euro für eine Einzelgrab, 250 Euro für ein Doppelgrab, 50 Euro für ein Kindergrab sowie 100 Euro je Stelle bei einem Familiengrab. Neu ist die das "allgemeine Bestattungsfeld", die anonyme Bestattung, die 150 Euro kostet.

Deutliche Unterschiede gibt es jedoch bei den Bewirtschaftungskosten. Pro Einzelgrab steigen die Kosten von acht auf 20 Euro pro Jahr, pro Doppelgrab von 16 Euro auf 40 Euro jährlich und pro Kinder- und Urnengräber von jeweils acht auf zehn Euro pro Jahr.

Bei Familiengrabstellen betragen die Gebühren pro Liegefläche 20 Euro jährlich und bei der anonymen Bestattung zehn Euro jährlich. Diese beiden Kategorien gab es bei der zuletzt beschlossenen Satzungsänderung vom 16. September 2009 noch nicht. Die Benutzung der Trauerhalle kostet nach wie vor 30 Euro.

Das Nutzungsrecht an unbenutzten Wahlgrabstellen könne jederzeit zurückgegeben werden, bei teilweise belegten Ruhestätten nur nach Ablauf der letzten Ruhezeit. Die Rückgabe sei nur für die gesamte Grabstelle möglich, heißt es in der Satzung.

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