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Altlandsberg zahlt für die Spätanbindung

"Nadelöhr" Klosterstraße vor Schulbeginn: Fährt der Bus wieder Seeberg-Dorf an, könnten einige Kinder statt das elterliche Auto den ÖPNV benutzen.
"Nadelöhr" Klosterstraße vor Schulbeginn: Fährt der Bus wieder Seeberg-Dorf an, könnten einige Kinder statt das elterliche Auto den ÖPNV benutzen. © Foto: Dirk Schaal
Gabriele Rataj / 20.12.2016, 06:45 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Ab Januar gehen mit dem neuen Busbetreiber Mobus Märkisch-Oderland GmbH auf Linien im Territorium Altlandsbergs Veränderungen einher. Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag dazu noch eine Nachbesserung auf eigene Rechnung.

Altlandsberg will, dass die Buslinie 944 zwischen Altlandsberg und Hoppegarten auch nach 20 und bis 22 Uhr befahren wird. Deshalb beschlossen die Stadtverordneten, dafür bis zum Fahrplanwechsel im Sommer ca. 20 000 Euro bereitzustellen.

Die Beschlussvorlage kam vom Bürgermeister. Er hatte Veränderungen, die sich aus dem Betreiberwechsel für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Buslinien über Altlandsberger Territorium ergeben, eingehend studiert und zwei Tage vor der Sitzung im Rathaus dazu überdies das Gespräch mit dem Mobus-Geschäftsführer geführt.

Erfreulicherweise, konstatierte er, werde der Altlandsberger Siedlungsteil Seeberg-Dorf wieder ins Busverkehrsnetz integriert. Auch der durchgehende Busbetrieb zwischen Altlandsberg und Strausberg über Buchholz, Wegendorf, Wesendahl und Gielsdorf gestalte sich vorteilhafter. Allerdings würden die bisher letzten beiden Fahrten der Linie 944 (Altlandsberg-Hoppegarten) nach den ab Januar geltenden Fahrplänen entfallen und auch die Verbindung Wegendorf-Werneuchen sei künftig gekappt.

Mit Blick auf die Bedürfnisse der Bürger hatte die Verwaltung in der Beschlussvorlage daher mögliche Varianten aufgezeigt, wie mit den letztgenannten Verschlechterungen umgegangen werden könnte. Aus technologischer Sicht sei es zwar nicht möglich, bis zum 1. Januar 2017 die Anbindung von Wegendorf nach Werneuchen wieder zu aktivieren. Das könne in Absprache höchstens zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, hieß es in der Vorlage.

Kurzfristig möglich sei indes, auf Stadtkosten die Spätverbindungen auf der Linie 944 zu beauftragen. Zum Hintergrund gehört, dass Altlandsberg von den 2013 und 2014 mit dem Landkreis vereinbarten und städtisch finanzierten Busverkehren zwischen Fredersdorf und Bruchmühle, Bruchmühle und Petershagen-Eggersdorf sowie Altlandsberg und Strausberg nun weitgehend entlastet wird. Jährlich waren dafür aus der Stadtkasse 62 000 Euro geflossen.

Der einstimmige Beschluss vom Donnerstag zeigte, dass die Verwaltung diesmal ganz auf der Linie der Stadtverordneten lag. Alle Fraktionen sprachen sich dafür aus, keineswegs Verschlechterungen zulassen zu wollen, auch wenn Auslastungszahlen vom bisherigen Betreiber fehlten. Michael Gläser (SPD) unterlegte aus seinen Erfahrungen heraus, dass meist an die zehn Leute beispielsweise den letzten Bus benutzt hätten und sich regelmäßig junge Leute beschwerten, dass sie diesen nicht erreicht hätten. Gerade auch mit Blick auf die jüngere Bevölkerung wurde dieser Beschluss gefasst. Mehrere Stadtverordnete verwiesen darüber hinaus darauf, unbedingt die Anbindung an Hönow zu verbessern.

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