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Margrit Meier 20.12.2016 19:51 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/

Immer mehr wie damals, 1921

Hoppegarten (MOZ) Die Galopprennbahn Hoppegarten gehört zu den national bedeutsamen Denkmalen. Durch diese Anerkennung ist es möglich, jedes Jahr Fördermittel zu beantragen und die historische Substanz zu sanieren. Jetzt ist die Tribüne 3 dran.

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Tribüne 3: Rund 750 Quadratmeter groß ist das Schutzdach, das das völlig durchnässte Mauerwerk vor weiterem Regen schützen soll. Auf dem Foto sichtbar ist unter den Traversen auch das Gewölbe, das sich über die gesamte Länge des Hauses erstreckt.

© MOZ/ Gerd Markert

Richterturm, Musikpavillon, zu fast 90 Prozent die Tribüne 2 ... Architekt Manfred Thon zählt auf, was schon alles gelungen ist. Und bevor er seinen Gast zur Tribüne 3 lotst, zeigt er erst einmal, wie jetzt die Tribüne 2 aussieht. Ein großer Veranstaltungsraum ist entstanden. Zwischenetagen sind verschwunden, dafür sind die Traversen von unten sichtbar. Aus der Entstehungszeit - 1921 - stammt die Binderkonstruktion, die aufbereitet wurde und nun (wieder) aussieht wie neu. Riesige Glasfenster werden noch zur Parkseite eingebaut, auch einen Fußboden bekommt der Saal, der mit flexiblen Trennungswänden samt Beleuchtung und einer Temperierung über Infrarotstrahler ausgestattet werden soll. Per Caterer können hier künftig Gäste versorgt werden. Eine Gaststätte ist nicht geplant. Durch die Glastüren können die Gäste später eine Art Balkon betreten. Geländer fehlen noch, die Pflanzkästen aus Sichtbeton sind schon installiert. Man hört dem Architekten an, dass er stolz auf das ist, was hier schon passiert ist. Auch, als er auf das geschlämmte Mauerwerk verweist und die gesäuberten Backsteine etwa am Treppenturm.

Mindestens ein Jahr wird vergehen, ehe Tribüne 3 ähnlich aussehen wird. Dieser Tage wurde die Stehtribüne, die rund 1600 Menschen Platz bietet, mit einem riesigen, rund 750 Quadratmeter großen Schutzdach versehen, das am Ende der umfangreichen Sanierung wieder demontiert wird. "Es dient lediglich dazu, die Tribüne vor weiterem Regen zu schützen, denn das Mauerwerk ist zu 100 Prozent durchnässt", berichtet der Architekt. Freigelegt wurde das Mauerwerk bis zum Fundament, um auch dort Luft fürs Trocknen heranzulassen. Sichtbar ist nun auch ein Gewölbe, das sich über die gesamte Länge des Gebäudes erstreckt. Allerdings wird das nach der Sanierung kaum ein Gast zu Gesicht bekommen, dient es doch insgesamt, wie die meisten Nebengelasse dieser Tribüne, als Lager.

Geht man um das lange, gestreckte Gebäude herum, fällt einem der völlig verrostete, gelbliche Anzeige-Erker auf. "Den werden wir metallrestauratorisch aufarbeiten lassen. Davon gibt es nicht mehr viele. In Kürze wird er abgebaut und zum Fachmann gebracht", sagt Manfred Thon. Und verrät, dass dieser Erker nach der Aufarbeitung an der Tribüne 2 installiert wird, wo er viel besser zu sehen sein wird. Allerdings ergänzt um eine moderne Anzeigentafel und eine Videowand. Viel zu tun werden die Bauarbeiter auch an der Fassade haben. Der Putz muss runter, ein halb zugemauertes Fenster soll wieder geöffnet werden, die Tore werden erneuert, und im Inneren der historische Zugang ermöglicht. "Und der sah so aus, dass man durch das mittlere Tor auf eine Treppe zuläuft. Oben angekommen, steht der Besucher in Höhe des Geläufs", erklärt Manfred Thon. Dieser direkte Zugang wurde, so schätzt Thon, in den 1960er-Jahren geschlossen. Dass er nun wieder hergestellt wird, ist dem Anspruch, alles nach historischem Vorbild wieder herzustellen, untergeordnet. Und dazu gehören auch die Traversen, deren Beton ausgebessert werden muss, die Fassaden, die sich an allen Tribünen farblich ähneln, die Stahlbinderkonstruktion, die wie schon bei der Tribüne 2 im Top-Zustand ist, aber entrostet werden muss und dringend neue Farbe braucht. Sobald die Witterung es zulässt, beginnen die aufwendigen Sanierungarbeiten..

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