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Amt Märkische Schweiz investierte in die Waldsieversdorfer Freiwillige Feuerwehr rund eine Million Euro

Party fürs erste neue Fahrzeug

Irina Voigt / 21.11.2017, 06:40 Uhr
Waldsieversdorf (MOZ) Eine wirklich festliche Inszenierung mit einigen Überraschungsmomenten hatten die Waldsieversdorfer Feuerwehrleute für die Übernahme ihres neuen Feuerwehrfahrzeugs vorbereitet.

Die Waldsieversdorfer feiern und treffen sich gern. Aber nicht jeder Anlass der in diesem Jahr bereits 45. öffentlichen Veranstaltung hat solch einen großen Stellenwert. In der langjährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr konnten die Waldsieversdorfer zum ersten Mal ein ladenneues Fahrzeug in Empfang nehmen - ausgestattet gemäß ihren Wünschen und Anforderungen.

Der mit der Dunkelheit einsetzende Regen tat der Vorfreude aufs neue Fahrzeug keinen Abbruch. Nachdem Ortswehrführer Andreas Klupsch neue Mitglieder in die Wehr aufgenommen hatte, heulte plötzlich und laut die Sirene los. Nur Uneingeweihte fragten sich, ob denn nun ein echter Einsatz die Feststimmung zu stören drohte. Mitnichten. Ganze zwei Minuten und 20 Sekunden dauerte es dennoch, um vom Vorplatz ins Auto zu steigen. Dann rollte das TLF, 1994 als Waldsieversdorfer "Neuzugang" von der Neuenhagener Feuerwehr übernommen, vom Parkplatz und verschwand zum letzten Einsatz um die Ecke. Kurz darauf ertönte ein lauter Knall und zwei Kameraden kamen angerannt, je mit einem Lenkrad und einem Seitenspiegel unterm Arm. "Das Auto ist kaputt, wir brauchen einen Neues", riefen sie.

Nach einem Jahr Hersteller- und Wartezeit - kein Problem für Amtsdirektor Böttche. Er hatte den Schlüssel fürs neue LF 10 mitgebracht. Den überreichte er dem Ortswehrführer unter dem Applaus der Kameraden, vieler Nachbarn und natürlich Gästen sämtlicher Amtsfeuerwehren, der Müncheberger und der Neuenhagener Feuerwehr.

Für die Waldsieversdorfer ist es das erste nagelneue Auto seit Bestehen der Wehr. Andreas Klupsch hatte akribisch recherchiert und aufgelistet, dass 1963 das erste Auto eine Übernahme eines GST-Fahrzeugs gewesen war. Es folgten 1973, 1983, 1988 und 1992 mehr oder weniger gebrauchte Fahrzeuge, die aber immer sorgfältig gehegt und gepflegt wurden, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Und nun der Neuzugang: 265 000 Euro hatte das Fahrzeug gekostet und war nach den konkreten Wünschen und Anforderungen der Kameraden ausgestattet worden. Grund für die Waldsieversdorfer, vor allem dem Amtsausschuss zu danken, der die Entscheidung dafür unterstützt hatte. Nach dem Neubau und der Einweihung des Feuerwehrdepots im vorigen Jahr flossen somit fast eine Million Euro an Investitionen in den Standort. Die Waldsieversdorfer nutzten die Gelegenheit, sich alles anzuschauen und vorführen zu lassen. Dann gab es noch - passend zum Anlass - eine Feuershow vor dem Depot.

Befördert:


■ Aufgenommen wurden Ronny Schröter, John Grieger, Steffen Brendler und Marcus Brendler
■ Befördert zur Feuerwehrfrau: Jeanne Grieger
■ Befördert zum Oberfeuerwehrmann: Jan Grieger
■ Dankeschön mit Blumen an: Dana Mann, die die Bambini-Feuerwehr-Truppe wiedergegründet hat

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