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Hans Eberhard 04.12.2016 19:11 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Viel Kampf und Krampf

Frankfurt (Oder) (MOZ) Das Oberliga-Kellerduell zwischen dem 1. FC Frankfurt und dem FC Strausberg ist am Sonntag leistungsgerecht 1:1 zu Ende gegangen. Nervosität und viel Kampf prägten diese Partie zwischen dem Schlusslicht und dem Drittletzten.

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Hält die Frankfurter im Spiel: Nach einer halben Stunde musste Schlussmann Philipp Reschke gleich drei gefährliche Schüsse der Strausberger in kurzer Folge abwehren. Damit erhielt der 24-Jährige dem FCF die Chance, in der Schlussphase noch auszugleichen.

© Michael Benk

Das Oberliga-Kellerduell zwischen dem 1. FCF und Strausberg (1:1/0:0) hat keinen Sieger gefunden. Drei Punkte hatte auch keiner verdient. Schönen und dazu erfolgreichen Fußball zu spielen, dazu ist anscheinend derzeit keiner der beiden Teams in der Lage. Nervosität und Kampf schwangen das Zepter. "Alles Kopfsache", darin waren und sind sich beide Trainer seit einiger Zeit einig.

"Die Angst spielte wieder mit", so FCF-Coach Robert Fröhlich. Daraus resultierte auch die hohe Fehlpassquote im ersten Abschnitt. Hier dominierten die Gäste auf rutschigem Rasen mit Zweikampfstärke und Flügelspiel. "Da schalteten wir gut und schnell um, nur im Abschluss und bei den vielen Abseitsstellungen haperte es", befand Strausbergs Christof Reimann.

In der Druckphase der Randberliner nach einer halben Stunde brannte es mehrmals lichterloh vor dem Frankfurter Tor. Da musste Schlussmann Philipp Reschke gleich dreimal hintereinander gegen Schüsse von Adam Anton Wiejkuc, Krysztof Kucharczyk und Tobias Lindner groß parieren.

Zuvor hatte Visar Braha mit leicht abgefälschtem Freistoß großes Pech, ebenso Dominik Skrzynski mit Kopfstoß nach Fiebig-Eckball. Das freilich waren schon die ganzen Offensivaktionen der Oderstädter in Halbzeit eins. "Wenn die Dinger reingegangen wären und wir den Elfmeter nach Foul an Artur Aniol erhalten hätten, wären wir die Gewinner gewesen", sinnierte Fröhlich kess nach dem letzten Heimspiel der Hinrunde. Er hatte kurzfristig die Innenverteidigung umbauen müssen, nachdem sich Erik Huwe beim Aufwärmen den Knöchel verletzt hatte.

In der Schlussphase kochten die Emotionen mit Fouls, Rudelbildung und gar einer Tätlichkeit auf dem Platz zweimal über. Linksverteidiger Grzegorz Rafal Pawlowski musste nach üblem Revanchefoul vorzeitig vom Feld. "Rot war berechtigt", fand Reimann. "Hier hätte der Unparteiische schon früher Zeichen setzen müssen." Auch darin waren sich beide Übungsleiter nach dem "gerechten Remis" mit sechsminütiger Nachspielzeit einig. Die Gastgeber erreichten mit kämpferischer Steigerung noch das 1:1 nach Mbuku-Flanke und Braha-Kopfball - das dritte Tor im vierten Spiel für den abgezockten 29-jährigen Deutsch-Kosovaren Visar Braha.

Die Punkteteilung hilft beim Blick auf die Tabelle derzeit keinem so recht. "Aber vielleicht gibt das am Ende noch den Ausschlag", hofft nicht nur Reimann auf einen glücklichen Ausgang des Ringens um den Klassenerhalt.

1. FCF: Reschke - Skrzynski (63. Nowaczewski), Hildebrandt, Richter, Wiedenhöft (74. Weiss-Motz) - Weyer (65. Grothe), Matthäs - Fiebig, Mbuku - Braha, Aniol

Strausberg: Bledow - Rötzscher, Turek, Wiejkuc, Pawlowski - Habibli (90+5 Cierech), Bolte - Lindner, Kemter (76.Pilz), Kleinert (85. Hinz) - Kucharczyk

Tore: 0:1 Kleinert (53.), 1:1 Braha (90+1).

Schiedsrichter: Beblik (Berlin) - Zuschauer: 105 - Rote Karte: Pawlowski (85./Strausberg) wegen Tätlichkeit

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