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Die beiden 15-jährigen Fußballer Sebastian Mellack und Julian Simon spielen inzwischen in Wolfsburg und Cottbus

Für einen Tag zurück an die alte Trainingsstätte

Wiedersehen beim Turnier: Trainer Mathias König (von links) mit seinen ehemaligen Sportschülern Sebastian Mellack und Julian Simon. Vater Thomas Simon schaute ebenfalls vorbei.
Wiedersehen beim Turnier: Trainer Mathias König (von links) mit seinen ehemaligen Sportschülern Sebastian Mellack und Julian Simon. Vater Thomas Simon schaute ebenfalls vorbei. © Foto: Michael Benk
Kerstin Bechly / 26.12.2016, 18:44 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit einem besonderen Turnier haben sich die Fußballer der Sportschule Frankfurt in die Weihnachtsferien verabschiedet: In die Mannschaften wird traditionell je ein Schüler der 7. bis 13. Klassen gewählt und Ehemalige, die inzwischen bei anderen Vereinen spielen, sind ebenfalls dabei.

Da spielen in der Brandenburg-Halle die "Hölzer" gegen "Traktor Rote Rübe" und "jung und frisch" gegen "Die Doktoren". Trainer Mathias König moderiert wie ein Profi, stachelt jede der acht Mannschaften an, lobt Glanzparaden und tolle Schüsse, tröstet einen Gefoulten. Am Ende gewinnt das Team "Istambul" vor "Traktor" und "Jung, brutal, gutaussehend".

Für Paul Peschke war es das letzte Turnier als Sportschüler. Der Dreizehntklässler, der aus Trebus stammt und zuerst bei Union Fürstenwalde kickte, mag die Durchmischung der Mannschaften: "Ich finde es wichtig, dass man mal mit den Kleineren redet und die Größeren Rücksicht nehmen." Das Rücksichtnehmen im Turnier falle nicht immer leicht, weil "ein kleiner Siegergedanke" ja doch da sei und die Älteren sich schnell mal durchsetzen wollen. "Aber wir achten darauf, dass die Jüngeren zum Spielen kommen", betont der 18-Jährige. Das Turnier befördere auch, dass man danach über die Jahrgänge hinweg mehr miteinander spreche.

Beim jüngsten Turnier hat der Innenverteidiger der A-Junioren des 1. FC Frankfurt, derzeit Zweite in der Brandenburgliga, im Team "Allesio" gespielt, das einer der beiden Gruppensieger wurde. In seinem Team war mit Sebastian Mellack ein ehemaliger Frankfurter Sportschüler, der nach einem Jahr beim Halleschen FC U17 seit dieser Saison beim VfL Wolfsburg in der U16 im Tor steht. Gesichtet worden war der gebürtige Cottbuser bei einem Turnier in Kaiserau (Westfalen).

Für den 15-Jährigen, der mit 1,97Meter schon eine stattliche Größe aufweist, verlief die erste Saison bisher gut. "In sechs Spielen habe ich nur ein Gegentor durchgelassen", erzählt Sebastian. In der Regionalliga Nord der B-Junioren strebt der VfL den Meistertitel an, ist als Tabellenerster auf einem guten Weg. Das Training empfindet der Zehntklässler, von dem sein ehemaliger Trainer König sagt "er ist sehr bescheiden, wird aber aufgrund seiner ehrgeizigen Haltung seinen Weg gehen", härter als an der Sportschule in Frankfurt. "Man muss sich mehr konzentrieren".

Auch für Julian Simon, jetzt bei Energie Cottbus, hat das Training angezogen. "Torwarttrainer Krystian Kalinowski verlangt von der U17 und U19 das Gleiche wie von der ersten Männermannschaft. Wir machen viel koordinative Kraftübungen, Torwarttechnik mit vielen Sprüngen, manchmal mit Bleiwesten, die bis acht Kilogramm wiegen", erzählt der 15-Jährige aus seinem Alltag. Seine Bilanz der aktuellen Saison in der Regionalliga Nordost der B-Junioren: In acht Spielen musste er nur zweimal hinter sich greifen. Besonders stolz ist er auf das Pokalhalbfinale im Oktober gegen Hansa Rostock. Da hat er im Elfmeterschießen mit einer tollen Parade und einem Treffer zum 6:4-Sieg beigetragen.

Für Julian Simon, der in Zechin (MOL) mit dem Fußball begonnen hat, steht das nächste Ziel fest: "Fußballprofi werden. Zuerst bei der Männermannschaft von Energie anfangen, mich dort entwickeln." Über die Fortschritte seines Sohnes freut sich Thomas Simon. "Julian ist sehr ehrgeizig, er ist sportlich und schulisch in Cottbus gut angekommen. Man merkt, wie er sich entwickelt", sagt der fußballerfahrene Vater, der beim 1. FC Frankfurt die C-Junioren trainiert.

Insgesamt 15 Ehemalige waren beim Weihnachtsturnier, "so viele wie noch nie und alle kamen von sich aus", freute sich Mathias König.

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