to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Donnerstag, 17. August 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Manja Wilde 14.08.2016 21:33 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/

Raritäten auf vier Rädern

Band Saarow (MOZ) Den Mercedes Benz 320, Baujahr 1938, gibt es nur noch einmal auf der Welt. Bei den Saarow Classics war er zu sehen. Hunderte Gäste bestaunten am Wochenende die Oldtimer-Raritäten. Bei der Rallye am Sonnabend fuhr das Team vom Tourismusverein Scharmützelsee einen ersten Platz ein.

landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/1/1507118/
  weitere 3 Bilder

Auf den Hut kommt es an: Mechaniker Ronny Buhrow trägt einen mit Uhren, Gattin Ilona einen kleinen, Ingrid Hartmann einen mit Vogel und Autor Wolf Hartmann einen mit Stiften

© MOZ

Mit einem Staubwedel fegt Nadine Weber auch das letzte Staubkörnchen vom glänzenden Lack. Als der Horch 830 von 1937, er gehört ihrem Vater, schließlich zum Concours d'Elégance, dem Schönheitswettbewerb der Oldtimer, rollt, blitzt er in der Sonne. Rund 20 historische Fahrzeuge stehen am Sonntag auf dem Erich-Weinert-Platz vor dem Hotel Esplanade am Scharmützelsee.

Eine Fach-Jury, zu der auch Franz Friedrich Prinz von Preußen, der Schirmherr der Saarow Classics gehört, begutachtet jeden Wagen. "Der Kabelbinder ist völlig unsinnig hier im Motor", moniert Michael Groß, ein Spezialist für Oldtimer Restaurationen, bei einem leuchtend roten Wartburg 313 Sport von 1958. "Wenn man so einen zu Ostzeiten hatte...", sagt hingegen ein älterer Herr mit anerkennendem Blick auf das schmucke Cabrio.

Auch Klaus Meisel aus Zossen steht dabei. Der 67-Jährige nahm selbst mit einem Mercedes von 1966 am der Rallye teil. Sein Favorit beim Schönheitswettbewerb ist aber "das Schlachtschiff an der Bühne". Gemeint ist ein Mercedes Benz 500 von 1936. "Davon gibt es weltweit nur noch drei", sagt Veranstalter Stefan Dexheimer. Natürlich ist er stolz, dass er derartige Raritäten nach Bad Saarow holen konnte. Zum zweiten Mal hat der 44-jährige Filmemacher, der im Kurort lebt, die Saarow Classics organisiert.

Am Sonnabend stand eine 350 Kilometer lange Rallye nach Polen an. Knapp 70 Teams nahmen teil. "Zeitfahren, Storchennester zählen und Bogenschießen waren Prüfungen", sagt Nadine Weber, die mit einem BMW 327/28 von 1937 antrat. Auch eine 30-minütige Fahrt auf einer drei Meter schmalen Deich-Straße musste absolviert werden. Als "sehr gelungen", bezeichnet Peter Ternka die Fahrt. Im Mercedes Cabrio ging er an den Start. "Ich werde im nächsten Jahr wiederkommen", verspricht der 69-jährige Berliner.

Stefan Dexheimer ist zufrieden. "Es gab nur einen Ausfall bei der Rallye", resümiert er. Mit der Veranstaltung will er an eine alte Tradition des Kurortes anknüpfen. "Schon in den 1920er-Jahren wurden hier Automobilausfahrten und Rallyes durchgeführt", sagt er. Auch Bürgermeisterin Anke Hirschmann ist froh über die hochkarätige Veranstaltung: "Die Saarow Classics sind ein Highlight, das Bad Saarow bekannt macht." Wenn es nach ihr ginge, könnte auch die Tradition der Motorbootrennen auf dem Scharmützelsee wieder aufgenommen werden.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

 Bilder

Regionalnavigator

Landkreisübersicht zurück
Landkreis Oder-Spree Eisenhüttenstadt Beeskow Müllrose Storkow Frankfurt Fürstenwalde Erkner Neuzelle Friedland
LOS
Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel

Ort, PLZ oder Redaktion

Trauerfälle

Zehdenick

Günter Wolter

* 7. 6. 1930 - † 16. 8. 2017
Stöffin

Lydia Lubetzki

* 2. 2. 1928 - † 14. 8. 2017
Neuruppin

Gisela Bathe

† 10. 8. 2017

Partnersuche

In unserem Shop

Fürstenwalde - Einst und Jetzt: In diesem Band der „Edition Brandenburg“ wird die Entwicklung Fürstenwaldes zu einem Wirtschaftsstandort dargestellt. Zudem zeigt das Buch die reizvolle Einbettung des Ortes in die märkische Landschaft mit Ausflugszielen, wie die Markgrafensteine, die – so schrieb einst Fontane – zwei toten Elefanten ähnlich sehen.