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Superintendent nimmt Stellung zum Pfarrhausstreit

Fühlt sich zu unrecht kritisiert: Uwe Simon (rechts)
Fühlt sich zu unrecht kritisiert: Uwe Simon (rechts) © Foto: Inez Bandoly
Thomas Pilz / 03.01.2017, 08:12 Uhr
Tornow (GZ) Im Streit um den Verbleib von Pfarrer Christian Albroscheit nach seiner Pensionierung im Pfarrhaus Tornow weist Superintendent Uwe Simon den Vorwurf mangelnder Kommunikation zurück. Bereits vor einem Jahr habe er Pfarrer Albroscheit in einem Gespräch die Überlegungen des Kirchenkreises zur Zukunft des Hauses erläutert.

Das teilte Uwe Simon am Montag in einer Erklärung mit: "Die Tatsache, dass das Pfarrhaus Tornow in den Überlegungen des Kirchenkreises nicht automatisch mit Wegfallen der Pfarrstelle Tornow (...) aufgegeben werden soll, sondern zumindest in den Überlegungen des Kirchenkreises eine Rolle spielt, habe ich Herrn Pfarrer Albroscheit bereits vor mehr als einem Jahr in einem Gespräch persönlich erläutert", betont der Superintendent.

Jeder Pfarrer wisse, dass mit dem Ausscheiden aus dem Pfarramt das Recht auf Nutzung der Dienstwohnung spätestens drei Monate nach Beendigung des Dienstes endet. Darauf sei im Vorfeld mehrfach hingewiesen worden, erläutert Simon.

Er geht in seiner Erklärung auch auf den Beschluss des Gemeindekirchenrates (GKR) Tornow-Marienthal vom 3. Mai 2016 ein, wonach Albroscheit auch im Ruhestand das Gebäude mit seiner Partnerin per Mietvertrag bewohnen könne.

Uwe Simon stellt darauf bezugnehmend klar: "Auf den Beschluss des GKR auf dauerhafte Vermietung des Hauses hat der Kirchenkreis im Sommer reagiert und beschlossen, dass bestenfalls eine vorübergehende Nutzung für zwei Jahre in der Übergangszeit in Frage kommt. Dies ist dem GKR im Sommer schriftlich mitgeteilt worden", heißt es vonseiten des Superintendenten.

Der Entwidmung eines Pfarrhauses bei dauerhafter Vermietung müsse jedenfalls der Kirchenkreis zustimmen. "Dies hat er nicht getan und dies der Gemeinde schon im Sommer mitgeteilt", betont Superintendent Simon. Und er fügt hinzu, dass der Vorschlag einer vorübergehenden Nutzung als Kompromissangebot in der Region keine ausreichende Mehrheit fand. Insbesondere sei er an den Voten der Kirchenältesten aus Mildenberg gescheitert. Konsequenz daraus: Der Kirchenkreis musste erneut entscheiden - was er auch getan habe mit dem Ergebnis einer klaren Lösung. Ein entsprechender Beschluss des Kirchenkreises von Mitte Dezember "ist noch vor Weihnachten schriftlich an die Kirchengemeinde übermittelt worden", stellt Simon klar. Es habe immer auch Gesprächsangebote gegeben, die aus verschiedenen Gründen nicht wahrgenommen wurden oder werden konnten. In verschiedenen Gesprächen wurde nach Lösungen gesucht - Gespräche, "an denen immer zumindest Pfarrer Albroscheit, im November im Zehdenick aber auch der gesamte GKR teilgenommen haben". Ein Beleg für Versuche der Verständigung, auch wenn man sich nicht einig gewesen sei.

Darüber hinaus habe es seit dem Spätsommer mehrere kleinere und größere Gesprächsrunden zum Thema der Nutzung des Pfarrhauses zwischen den Beteiligten und dem Kirchenkreis gegeben, so dass mangelnde Kommunikation nun wirklich nicht das Problem war. Als wenig förderlich bezeichnet Simon den Begriff der "Rechtswidrigkeit": "Bei manchen Fragen ist die Zustimmung des Kreiskirchenrates erforderlich, und da waren und sind die Leitungsgremien der Gemeinde und des Kirchenkreises unterschiedlicher Meinung."

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