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NWG investiert Millionen / Grundsteinlegung an der Friedrich-Engels-Straße

NWG investiert Millionen

Mörtel am Morgen: Mit inzwischen recht geübter Hand mauerte NWG-Chef Robert Liefke die Zeitkapsel in den Grundstein ein. Auf dem Hinterhof der Friedrich-Engels-Straße 27 entsteht in den nächsten Monaten ein Neubau mit vier Wohnungen.
Mörtel am Morgen: Mit inzwischen recht geübter Hand mauerte NWG-Chef Robert Liefke die Zeitkapsel in den Grundstein ein. Auf dem Hinterhof der Friedrich-Engels-Straße 27 entsteht in den nächsten Monaten ein Neubau mit vier Wohnungen. © Foto: RA/Dietmar Stehr
Dietmar Stehr / 08.11.2017, 22:15 Uhr
Neuruppin (RA) 64 moderne Wohnungen möchte die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) in den nächsten eineinhalb Jahren an den Markt bringen. Zwölf davon sollen in der Friedrich-Engels-Straße27 entstehen - vier in einem Neubau, für den am Mittwoch der Grundstein gelegt wurde.

Während der benachbarte Martinimarkt noch langsam erwachte, wurden kurz nach 9 Uhr auf dem Innenhof des NWG-Grundstücks bereits Fakten geschaffen. Assistiert von Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier (Linke) versenkte Geschäftsführer Robert Liefke die obligatorische Zeitkapsel. Neben Geld und Tageszeitungen hatte er darin zuvor auch Baupläne deponiert - aktuelle wie auch alte von dem Haus, das einst an gleicher Stelle stand.

Die Dimensionen des Neubaus lassen sich bereits erahnen, denn das Fundament wurde schon gegossen. Auf eine Unterkellerung des Gebäudes verzichtete die NWG, weil sich der Baugrund auf einem Teil des einstigen Neuruppiner Armenfriedhofs befindet. Wäre dieser freigelegt worden, hätten Archäologen eingeschaltet werden müssen. Das hätte neben Geld auch Zeit gekostet.

Doch auch so rechnet das kommunale Unternehmen mit Kosten von rund 750000Euro für den zentral und doch ruhig gelegenen Neubau. Jede der vier darin entstehenden Wohnungen wird über eine Fläche von rund 75Quadratmetern verfügen - zwei werden barrierefrei sein.

Noch einmal acht Wohnungen entstehen im zum Braschplatz gelegenen Vorderhaus. Die eine Hälfte wird über zwei Räume verfügen, die andere über drei Räume. Die Wohnfläche variiert zwischen zirka 50und 120Quadratmetern. Hier sind vorerst Investitionen von 1,2Millionen Euro eingeplant. Robert Liefke rechnet aber mit bis zu 300000Euro an zusätzlichen Ausgaben. Denn alte Gebäude seien stets für unangenehme Überraschungen gut.

Gleichwohl soll bei dem jetzt gestarteten Bauvorhaben alles auf die Zukunft ausgerichtet sein. So erhält der Hinterhof zwei Unterstellmöglichkeiten für E-Mobile samt dafür nötigem Stromanschluss.

Unterdessen sind schon die nächsten größteren Investitionen in Vorbereitung. So entstehen bald an der Anna-Hausen-Straße 15 barrierearme Wohnungen. Weitere sieben möchte die NWG in der Virchowstraße 28 herrichten. Am spektakulärsten dürfte hingegen das Vorhaben in der Hermann-Matern-Straße 3 werden. Dort soll Anfang kommenden Jahres das alte Treppenhaus herausgeschnitten und durch ein komplett neues ersetzt werden. Dafür ist ein enormer technischer Aufwand nötig, der sogar eine zeitweise Vollsperrung der dort verlaufenden Straße mit sich bringen wird.

Robert Liefke verwies am Rande der Grundsteinlegung mehrfach auf Kritik an der NWG, nicht für genügend Wohnraum zu sorgen - und hielt dem die aktuellen Vorhaben entgegen. Natürlich passten Wunsch und Wirklichkeit nicht immer zusammen, räumte der NWG-Chef ein. Doch bemühe sich das Unternehmen redlich. Mit den jetzt angeschobenen Projekten sollte die NWG durchaus den Nerv ihrer Kunden treffen. Denn gerade kleine bis mittelgroße Wohnungen, die darüber hinaus bezahlbar sein sollen, gelten als am stärksten nachgefragt.

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