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Berliner SPD und CDU wollen Rocker zum Ausstieg bewegen

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos haben einen  mit Haftbefehl gesuchten Rocker festgenommen.
Beamte eines Spezialeinsatzkommandos haben einen mit Haftbefehl gesuchten Rocker festgenommen. © Foto: ddp/Timm Schamberger
27.01.2013, 09:29 Uhr
Berlin (dapd) Die Fraktionen von SPD und CDU im Berliner Abgeordnetenhaus wollen kriminelle Rocker mit einem Aussteigerprogramm zum Aufgeben bewegen. "Ein mögliches Konzept sieht vor, ein ähnliches Programm für kriminelle Rocker zu schaffen, wie wir es mit Exit im Bereich des Rechtsextremismus haben", sagte der SPD-Verfassungsschutzexperte Tom Schreiber im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd.

SPD und CDU wollen dafür am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses einen Entwurf vorstellen. Denkbar wäre es laut Schreiber, eine Hotline einzurichten oder Familien aufzusuchen, deren Söhne im Milieu aktiv sind. Angesiedelt werden könnte das Programm beim Landeskriminalamt. Wie noch nie zuvor versetzte die Polizei in der Hauptstadtregion die Szene im vergangenen Jahr mit vielen Nadelstichen in Aufruhr: In Berlin kontrollierte die Polizei mehr als 5.000 Personen aus der Rockerszene.

Bis Ende Mai stieg die Zahl der in Berlin aktiven Mitglieder von Rockerclubs nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf über 1.000 an, mit steigender Tendenz. In Brandenburg gehören dem Rockermilieu zwischen 350 und 400 Personen an.

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