Montag, 1. September 2014
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30.01.2013 16:31 Uhr

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Drogenprozess gegen Rocker: Kronzeuge belastet Bandidos schwer

Berlin (dapd) Im Prozess um die Machenschaften eines Rockerclubs der Bandidos hat der Kronzeuge erstmals alle drei Angeklagten des Drogenhandels bezichtigt. Die 29- bis 36-Jährigen sollen von Ende 2009 bis Mai 2012 mit Amphetaminen gehandelt haben. Sechs Kilogramm der Partydroge wurden der Anklage zufolge Ende 2009 in Berlin angeschafft und in Hennigsdorf, Velten oder Oranienburg verkauft.

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Im Prozess um die Machenschaften eines Rockerclubs der Bandidos hat der Kronzeuge erstmals alle drei Angeklagten des Drogenhandels bezichtigt.  

Im Prozess um die Machenschaften eines Rockerclubs der Bandidos hat der Kronzeuge erstmals alle drei Angeklagten des Drogenhandels bezichtigt.

© dapd

Streng bewacht von Personenschützern belastete der Aussteiger vor dem Landgericht Berlin am Mittwoch die Angeklagten. Den Männern wird bandenmäßiger Handel mit Amphetaminen vorgeworfen. Der 30-Jährige war einst Vize-Chef des Chapters Berlin Del Este, zu denen auch die Angeklagten gehören sollen.

Hauptangeklagter setzte Läufer zum Drogenverkauf ein

Hauptangeklagter ist der in Hennigsdorf bei Berlin lebende 36-jährige Rocker, der zuletzt Sicherheitschef des Chapters war. Der "Kern" des Clubs habe gewusst, dass er mit Drogen handelte, sagte der Kronzeuge aus. Er habe für den Verkauf seine "Läufer" gehabt. Einer von ihnen sei der 31-jährige Mitangeklagte gewesen. Dieser habe aber auch für andere im Club als "Läufer" gearbeitet.

Der jüngste Angeklagte hatte dem Kronzeugen zufolge den 36-Jährigen mit Drogen beliefert. Der 29-jährige Berliner habe sich Ende 2009 Anfang 2010 selbst angeboten und erzählt, dass er jemanden kenne, der günstig an Speed und Amphetamine herankomme. Der Ex-Vize-Chef sprach im Prozess von sechs derartigen Drogenlieferungen. Zur Drogenübergabe oder dem Lagerort des Rauschgifts könne er keine Angaben machen, da der Hauptangeklagte in dieser Hinsicht immer sehr vorsichtig gewesen sei, sagte der 30-Jährige.

Rocker hatten Kontakte zur Polizei

"Alle im Club rechneten damit, dass sie überwacht werden", sagte der Kronzeuge weiter. Deshalb hätten sie ihre Handys im Club zurückgelassen, wenn sie unterwegs waren. Zuvor hätten sie Akkus und SIM-Karten aus den Geräten entfernt. Aufgrund ihrer "Kontakte zur Polizei" hätten sie Unterlagen über Telefonüberwachungen gehabt.

Der Präsident des Rockerclubs soll ein ehemaliger Polizist gewesen sein. Er wurde neben den Angeklagten im Juni vergangenen Jahres bei einer Großrazzia gegen die kriminelle Rockerszene in Berlin und Brandenburg verhaftet. Damals wurde auch das Clubhaus der Bandidos in Hennigsdorf durchsucht. Die Polizei konnte dabei neben Rauschgift auch Waffen sicherstellen. Bislang schweigen die Rocker zu den Vorwürfen.

Der Prozess wird am 14. Februar fortgesetzt.

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Neueste Kommentare

01.09.2014 23:00:05 Horst F.

"identitätsstiftend" ...

01.09.2014 22:50:40 tiger

@h.b. -erstes kommentar....

01.09.2014 22:48:10 Horst F.

Metapher

01.09.2014 22:30:30 H.B.

Da benutzt jemand meine Initialen

01.09.2014 22:15:20 ....

Obama, kannste nich noch ein paar Jahre

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