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Berliner Christopher Street Day schließt CDU aus

23.04.2013, 17:19 Uhr
Berlin (dpa) Die CDU ist wegen ihres Kurses bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben von der CSD-Parade in Berlin ausgeschlossen. Damit reagierten die Veranstalter des Umzugs am 22. Juni auf "verfassungswidrige Entscheidungen" des CDU-Parteitages, wie Geschäftsführer Robert Kastl am Dienstag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des ARD-Hauptstadtstudios. In der CDU gibt es eine breite Ablehnung gegen eine steuerliche Gleichstellung. Die Entscheidung zum Ehegattensplittung trifft nun das Bundesverfassungsgericht. "Es kann nicht sein, dass in diesem Land Politik in Karlsruhe gemacht wird", sagte Kastl. Er kritisierte zudem einige Äußerungen aus der Union als "würdelos" und "unanständig".

Das Motto des Umzugs, zu dem jedes Jahr Hunderttausende Menschen kommen, lautet: "Schluss mit Sonntagsreden". Kastl unterstrich, die LSU, die Untergruppe der Schwulen und Lesben in der Union, sei weiter bei der Parade willkommen.

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Klaus Maresch 24.04.2013 - 07:49:33

Genau die richtige Entscheidung

Der CSD ist letztendlich eine politische Veranstaltung und soll glaubwürdig für die Rechte der LGBT-Community eintreten. Da paßt es einfach nicht, wenn man einer Partei die Teilnahme gestattet, die wie höchstens noch NPD, Katholiban und evangelikale Sekten gegen Schwule hetzt und verfassungsmäßige Rechte vorenthält. Eine Partei von Grumpy Old Men, die ein Regierung stellt, der das Bundesverfassungsgericht mehrfach erklären muß, was verfassungsmäßige Rechte sind. Und das in einem Wahljahr. Das sollte auch die FDP treffen, die letztendlich immer den Schwanz einzieht. Man kann einfach nicht mit Leuten demonstrieren, die einen tatsächlich als Menschen zweiter Klasse halten und diskriminieren. Unter den NPDlern und Salafisten gibt es bestimmt auch ein paar verkappte Schwule, die sich ihrer Ideologie unterordnen - sollen die vielleicht teilnehmen dürfen? Wohl nicht. Ich finde es sehr gut, daß die CDU draußen bleiben muß. Hetzer wie Erika Steinbach, Norbert Geis, Katherina Reiche oder der Plauener Stadtrat Dieter Blechschmidt repräsentieren eine Geisteshaltung, die vor achtzig Jahren den Boden bereitete für Verfolgung. Dem muß man entgegentreten. Auch wenn wir hier eventuell französische Verhältnisse bekommen sollten.

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