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19.06.2017 13:58 Uhr

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Messerattacke - Angeklagter angeblich ohne Erinnerung

Berlin (dpa) Nach dem versuchten Mord an einem Lokal-Gast in Berlin-Prenzlauer Berg hat sich der mutmaßliche Täter vor Gericht auf fehlende Erinnerung berufen. Der neunfache Vater soll im Juli 2016 einen ihm unbekannten 56-Jährigen von hinten attackiert und ihm mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Nur durch Zufall seien die Verletzungen nicht akut lebensgefährlich gewesen. Der Angeklagte bat zu Prozessbeginn am Montag vor dem Landgericht der Hauptstadt um Entschuldigung. Der 40-Jährige soll bei der Tat unter einer Psychose gelitten haben.

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Der 56-jährige Handwerker war mit einem Arbeitskollegen in dem Lokal, als es zum Angriff kam. "Wir hatten uns gerade hingesetzt und ein Bier bestellt", schilderten die beiden Zeugen. Der Angeklagte hatte dem arglosen Geschädigten laut Ermittlungen von hinten einen Arm um den Hals gelegt und ihm zwei Schnittwunden zugefügt. Ein Kellner und weitere Lokalgäste hätten den Täter überwältigt.

Das Gericht muss prüfen, ob der 40-Jährige möglicherweise wegen einer Erkrankung schuldunfähig war und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Der Prozess wird am 22. Juni fortgesetzt.

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