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Ackerpreise in Brandenburg mehr als verdreifacht

Mähdrescher ernten Raps auf einem Feld am Rand des Oderbruchs nahe Mallnow.
Mähdrescher ernten Raps auf einem Feld am Rand des Oderbruchs nahe Mallnow. © Foto: dpa
13.09.2017, 14:50 Uhr
Berlin (dpa) Die Kaufpreise für Ackerland in Brandenburg sind in den vergangenen Jahren um fast das vierfache gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach stieg der Kaufpreis in der Mark von 2776 Euro pro Hektar im Jahr 2006 auf 10 489 Euro im Jahr 2016. 2015 lag der durchschnittliche Preis mit 12 549 sogar noch höher.

Neben den Kaufpreisen stiegen auch die Pachten für Ackerland und sonstige landwirtschaftlich genutzte Flächen. So stieg von 2007 bis 2016 der Pachtpreis pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in Brandenburg von 80 auf 145 Euro. Bei Neuverpachtungen stieg der Preis von 93 auf 185 Euro. Die Pacht für Ackerland stieg von 86 auf 157 Euro, bei Neuverpachtungen von 100 auf 194 Euro.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff zeigte sich besorgt über die Preissprünge. Da immer mehr finanzkräftige Großinvestoren Agrarflächen kauften, sei ein Großteil der Flächen schon in Händen außerhalb der Landwirtschaft. Klassische Bauern hätten beim Wettbieten keine Chance mehr. Trotz des rasanten Anstiegs waren die Flächen in Ostdeutschland 2016 noch immer deutlich günstiger als im bundesweiten Durchschnitt.

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